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<title>Ortsname</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Ortsname</span></h1>
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<p>Ein <b>Ortsname</b> im engeren Sinne, auch <b>Siedlungsname</b>, fachsprachlich <b>Oikonym</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">οἶκος</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
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</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">oíkos</span> ‚Haus‘ und <a href="Liste_griechischer_Wortst%C3%A4mme_in_deutschen_Fremdw%C3%B6rtern#onym" title="Liste griechischer Wortstämme in deutschen Fremdwörtern">-onym</a>), ist der <a href="Name" title="Name">Name</a> einer <a href="Siedlung" title="Siedlung">Siedlung</a>. Das kann ein <a href="Dorf" title="Dorf">Dorf</a> oder eine <a href="Stadt" title="Stadt">Stadt</a>, ein Einzelhof (vgl. <a href="Hausname" title="Hausname">Hausname</a>) oder eine <a href="Einzelsiedlung" title="Einzelsiedlung">Einzelsiedlung</a>, eine <a href="Rotte_(Siedlung)" title="Rotte (Siedlung)">Rotte</a>, ein <a href="Weiler" title="Weiler">Weiler</a> oder eine <a href="W%C3%BCstung" title="Wüstung">Wüstung</a> sein.
</p><p>Mit der Erforschung von Ortsnamen (auch im weiteren Sinn) befasst sich die <a href="Toponomastik" title="Toponomastik">Toponomastik</a>. Die aktuelle Ortsnamenforschung betrachtet Siedlungsnamen im eigentlichen Sinn und nicht auch in einem weiteren Sinn, wo zu den Siedlungsnamen auch die Namen der Elemente der Ansiedlungen, wie der Gebäude und der anderen Infrastrukturteilen der Anlage (Oikodonyme, <a href="Bauwerksname" title="Bauwerksname">Bauwerksnamen</a>). Für solche Namen existieren heute Namensgruppen wie Gebäude- und <a href="Verkehrswegsname" class="mw-redirect" title="Verkehrswegsname">Verkehrswegsnamen</a>.
</p><p>Grundsätzlich bezeichnen Siedlungsnamen bewohnte und <a href="Flurname" title="Flurname">Flurnamen</a> dagegen unbewohnte Orte. Flurnamen werden zu Siedlungsnamen, wenn in der Vergangenheit eine besiedelte Fläche, die zuvor Flurname war, zu einer Siedlung wird. Das kann durch Neubauten, die an bestehende Siedlungen angrenzen, geschehen, oder durch die Nutzung von Flurnamen für Straßennamen in Neubaugebieten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entstehung_von_Ortsnamen_im_deutschen_Sprachraum">Entstehung von Ortsnamen im deutschen Sprachraum</h2></div>
<p>Die Benennung eines Ortes dient wie alle Bezeichnungen der Orientierung des Menschen in seiner Umwelt. Ortsnamen waren erforderlich, damit man ein oder mehrere Anwesen eindeutig benennen oder kennzeichnen konnte. Nur in Verbindung mit dem Ortsnamen konnten in der Vergangenheit Besitz, <a href="Lehnswesen" title="Lehnswesen">Lehnsrechte</a>, <a href="Niedere_Gerichtsbarkeit" title="Niedere Gerichtsbarkeit">Gerichtsrechte</a>, <a href="Zehnt" title="Zehnt">Zehnte</a>, <a href="Schirmherr" title="Schirmherr">Patronate</a>, <a href="Leibeigenschaft" title="Leibeigenschaft">Leibeigenschaften</a>, <a href="Zoll_(Abgabe)" title="Zoll (Abgabe)">Zölle</a> oder sonstige Abgaben genau zugeordnet werden.
</p><p>Der Entstehung der Ortsnamen lag stets ein Benennungsmotiv zu Grunde. Das war ein Merkmal, das diesem bestimmten Ort anhaftet und das sich auf den ersten Siedler, Gründer (Namen), geografische oder topografische Gegebenheiten und Besonderheiten (wie Gewässer, Fluss, <a href="Furt" title="Furt">Furt</a>, Berg, <a href="Burg" title="Burg">Burg</a>, Kirche, <a href="Kloster" title="Kloster">Kloster</a>) bezog oder gegebenenfalls auf mythologische Gründe. Ortsnamen werden erstmals schriftlich genannt, wenn ihre Gründung durch Urkunden belegt ist oder wenn Rechtsgeschäfte, die mit dem Ort in Verbindung stehen, getätigt und in Urkunden festgehalten wurden. Jedoch sind Urkunden nur zufällig erhaltene Belege. Die meisten Ortsnamen waren daher schon in Gebrauch, bevor sie erstmals schriftlich erwähnt wurden.
</p><p>Ortsnamen können verschiedenste Ursprünge haben:
</p>
<ul><li>Herrschaftliche Namen: diese Art rührt von ehemaligen Besitztümern von <a href="Adel" title="Adel">adeligen</a> oder <a href="Kirche_(Organisation)" title="Kirche (Organisation)">kirchlichen</a> Grundbesitzern her.
<ul><li>Insbesondere in der Zeit des frühmittelalterlichen Siedlungsausbaus wurden Orte nach der dort siedelnden Sippe eines Gründers benannt, zum Beispiel viele <i><a href="Hausen_(Ortsname)" title="Hausen (Ortsname)">‑hausen</a>, <a href="-heim" title="-heim">-heim</a>, <a href="Hof_(Ortsname)" title="Hof (Ortsname)">-hofen</a>, <a href="-ing" title="-ing">-ing</a>-, -weil/-wil</i>-Namen („bei den Häusern, dem Heim, den Höfen, den Leuten, dem Gehöft des …“).</li>
<li>Speziell kirchliche Bezüge sieht man oft als selbstständigen oder integrierten Teil des Ortsnamens. Sie bezeichnen meistens Gebäude (<i>Pfarr-, -kirch, -kloster, -zell</i> etc.), da diese den Grundstein für die Entstehung der Ortschaft legten. Herleitung des Namens vom Kirchenpatron des Ortes: <a href="Sankt" title="Sankt">Sankt</a>.</li>
<li>Nach einem <a href="Stifter" title="Stifter">Stifter</a> bei der Besiedlung, etwa <i><a href="Karlstift" title="Karlstift">Karlstift</a></i>, oder religiös <i><a href="Pfaffenschlag_bei_Waidhofen_an_der_Thaya" title="Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya">Pfaffenschlag</a></i>, oder als Widmung etwa <i><a href="Terez%C3%ADn" title="Terezín">Theresienstadt</a></i> (nach der Mutter des Gründers).</li></ul></li>
<li>Benennung eines Ortes nach den Einwohnern oder ihrer historischen Herrschaft:
<ul><li>Angehörige eines Volksstamms, einer Religion oder Konfession: <i><a href="Bad_D%C3%BCrkheim" title="Bad Dürkheim">Dürkheim</a></i> (946 <i>Thuringeheim</i>, von Karl dem Großen umgesiedelt), <i><a href="Frankfurt-Sachsenhausen#Geschichte" title="Frankfurt-Sachsenhausen">Sachsenhausen</a></i>, <i><a href="Windischgarsten" title="Windischgarsten">Windischgarsten</a></i> (Verweis auf slawische Bevölkerungsteile im Gegensatz zu Garsten bei Steyr), <i><a href="Judenburg" title="Judenburg">Judenburg</a></i>, auch jüngeren Datums: <i><a href="Deutsch-Wagram" title="Deutsch-Wagram">Deutsch-Wagram</a></i> (Deutsche im Burgenland-Kroatengebiet); <i><a href="Katholisch-Willenroth" title="Katholisch-Willenroth">Katholisch-Willenroth</a></i> als Beispiel für eine Konfession.</li>
<li>Am Ort siedelte eine größere Anzahl von Personen gleichen Berufsstands oder gleichen Familiennamens, zum Beispiel <i><a href="Minden#Bauwerke" title="Minden">Fischerstadt</a></i></li></ul></li>
<li>Bezugnehmend auf Merkmale der (natürlichen) Umgebung – viele Ortsnamen leiten sich von Flurnamen ab oder haben auch einen eigenständig entstandenen Namen:
<ul><li>Der Ortsname rührt von einem Bach oder Fluss her, der den Ort durchfließt, beispielsweise <a href="-bach" class="mw-redirect" title="-bach">-bach</a>, oft sehr häufig bei der Mündung, wie <a href="Ybbs_an_der_Donau" title="Ybbs an der Donau">Ybbs</a>, aber nicht bei <a href="Fischamend" title="Fischamend">Fischamend</a> wie <a href="Fischa" title="Fischa">Fischa</a>-am-Ende, sondern Fisch-<a href="Allmende" title="Allmende">Allmende</a>, also gemeindliche Landwirtschaftsfläche an der Fischa.</li>
<li>Nach nahe gelegenen Bergen, Wäldern, Seen: <i><a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberg</a></i> („Felsberg“ zu mundartl. <i>Nörr, Nürn</i> „Fels“), <i><a href="Finsterwalde" title="Finsterwalde">Finsterwalde</a></i>, <i><a href="Westensee_(Gemeinde)" title="Westensee (Gemeinde)">Westensee</a></i> („westlich des Sees“).</li>
<li>Nach in der Gegend gehäuft auftretenden Pflanzen oder Tieren, zum Beispiel <i><a href="Eschede" title="Eschede">Eschede</a></i> („Eschenort“), <i><a href="Extertal" title="Extertal">Exten</a></i> („bei den Elstern“, zu westfälisch <i>Eekster</i> „Elster“). Auch zusammengesetzte Namen können so entstehen, wie <i><a href="Eichst%C3%A4tt" title="Eichstätt">Eichstätt</a></i>, <i><a href="Moorenweis" title="Moorenweis">Moorenweis</a></i> („Moorwiese“) oder <i><a href="Biberach" class="mw-disambig" title="Biberach">Biberach</a></i> („Biberwasser“).</li></ul></li>
<li>Es gibt aber auch die Entstehung aus einer Umwandlung aus einer fremden Sprache der ursprünglichen Bewohner, wie <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Köln</a> aus lat. <i>Colonia</i> („Kolonie“, „Niederlassung“) oder <i><a href="Graz" title="Graz">Graz</a></i> aus slowenisch <i>gradec</i> („kleine Burg“). Ältere Namen von Siedlungen aus <a href="Antike" title="Antike">Antike</a> und <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> veränderten sich im Laufe der Zeit oft so stark, dass sich aus den heutigen Ortsnamen nicht mehr direkt auf die ursprüngliche Bedeutung und Herkunft schließen lässt.</li>
<li>Die einfache Ableitung als Erweiterung eines ursprünglichen Namens, wie <i><a href="Neu-Isenburg" title="Neu-Isenburg">Neu-Isenburg</a></i> oder <i><a href="Kleinochsenfurt" title="Kleinochsenfurt">Kleinochsenfurt</a></i>. Oft heißen die Tochtersiedlungen auch einfach <i>Neudorf</i>, <i>Neustadt</i> oder <i>Neusiedl</i>, die auch mit einem erklärenden Zusatz versehen werden können, wie <i><a href="Wiener_Neustadt" title="Wiener Neustadt">Wiener Neustadt</a></i>. Ähnliches gilt auch für Orte, die Auswanderer oder Vertriebene oder Umsiedler nach ihrem Heimatort benennen. Ein Beispiel für die erste Gruppe ist <i>New Orleans</i>, für die zweite <i><a href="Neugablonz" title="Neugablonz">Neugablonz</a></i>, wo sich viele Vertriebene nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> aus <a href="Jablonec_nad_Nisou" title="Jablonec nad Nisou">Gablonz</a> in Nordböhmen gemeinsam ansiedelten, für die dritte <i><a href="Neu-Lohn" title="Neu-Lohn">Neu-Lohn</a></i> (vgl. <a href="Vertriebenenstadt" title="Vertriebenenstadt">Vertriebenenstadt</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bestandteile_von_Ortsnamen_(im_deutschen_Sprachraum)"><span id="Bestandteile_von_Ortsnamen_.28im_deutschen_Sprachraum.29"></span>Bestandteile von Ortsnamen (im deutschen Sprachraum)</h2></div>
<p>Ortsnamen im deutschen Sprachraum (wie die meisten Ortsnamen keltisch-<a href="Germanen" title="Germanen">germanischer</a> Herkunft) bestehen im Allgemeinen aus einem Grundwort (ursprünglich im <a href="Dativ" title="Dativ">Dativ</a>), das meistens mit einem vorangestellten <i>Bestimmungswort</i> näher bestimmt wird. Dieses Muster wird vorwiegend seit der späteren <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderungszeit</a> angewendet und geht wohl auf <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">römische</a> Vorbilder wie <i>Castra Regina</i> (‚Kastell am <a href="Regen" title="Regen">Regen</a>‘ > <a href="Regensburg" title="Regensburg">Regensburg</a>) zurück (bei denen allerdings das <i>Grundwort</i> am Anfang steht). Ein älteres Muster ist die Bildung aus <i>Bestimmungswort</i> und <a href="Suffix" title="Suffix">Suffix</a> (das auch für die meisten Ortsnamen slawischen Ursprungs gilt).
</p>
<dl><dd>Da die Grundwörter im Laufe der Geschichte oft bis zur Unkenntlichkeit verschliffen wurden (zum Beispiel <i>-heim</i> zu <i>-em, -en, -um</i>), sind sie von Suffixen z. T. nicht mehr zu unterscheiden, so dass in vielen Fällen nur die ältesten urkundlichen Belege eine sichere Zuordnung erlauben.</dd></dl>
<p>Zur Unterscheidung von gleichen (oder ähnlichen) Ortsnamen in der Umgebung können den Namen weitere Elemente hinzugefügt werden. Dies kann ein vorangestellter Zusatz wie <i>Berg-</i> oder <i>Wald-</i> oder ein nachgestellter Zusatz wie <i>bei/am XY</i> sein. Benachbarte Tochtersiedlungen (bzw. planmäßige Erweiterungen bestehender Siedlungen) werden meistens durch Namenszusätze wie <i>Neu-</i> oder <i>Klein-</i> von der ursprünglichen Siedlung unterschieden, die gleiche Funktion erfüllen Zusätze wie <i>-Neustadt</i> etc. Meistens neuzeitlichen Ursprungs sind weitere Beinamen und Zusatzbezeichnungen (<a href="#Zusatzbezeichnungen">siehe unten</a>); sie werden oft nur im amtlichen Verkehr gebraucht und in der lokalen Umgangssprache ignoriert, zum Beispiel <a href="Bad_M%C3%BCnder_am_Deister" title="Bad Münder am Deister"><i>Bad</i> Münder <i>am Deister</i></a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Grundwörter"><span id="Grundw.C3.B6rter"></span>Grundwörter</h3></div>
<p><a href="Grundwort" class="mw-redirect" title="Grundwort">Grundwörter</a> bezeichnen den Grund der Benennung eines Orts oder einer Siedlung, zum Beispiel das Vorhandensein von Gebäuden <i>(<a href="Hausen_(Ortsname)" title="Hausen (Ortsname)">‑hausen</a>, -kirchen)</i> oder spezieller geografischer Merkmale <i>(-berg, -wald)</i>. Die <i>Grundwörter</i> werden auch <i>Endungen</i> genannt, weil sie in <a href="Germanen" title="Germanen">germanischen</a> Ortsnamen in der Regel hinten stehen. Durch diese Bezeichnung wird jedoch der Unterschied zu den <i><a href="#Suffixe">Ortsnamen-Suffixen</a></i> verwischt, die im Gegensatz zu den Grundwörtern keine erschließbare eigenständige Bedeutung haben.
</p><p>Ortsnamen-Grundwörter können auch für sich stehen (Simplex) und zum Teil als <i>Bestimmungswörter</i> dienen, also miteinander kombiniert werden.
</p><p>Beispiele sind:
</p>
<ul><li><i><a href="Ache" title="Ache">-ach</a></i>, <i><a href="-a" title="-a">-a</a></i>, <a href="Niederdeutsche_Sprache" title="Niederdeutsche Sprache">niederdeutsch</a> <i>-aa, -ah:</i> Siedlung an einem Wasserlauf, einer <a href="Ache" title="Ache">Ache</a>, westfälisch Aa (<i>-ach</i> kann in rheinischen Ortsnamen aber auch auf das gallo-romanische <a href="Suffix" title="Suffix">Suffix</a> <i><a href="-acum" title="-acum">-acum</a></i> zurückgehen).</li>
<li><i><a href="-au" title="-au">-au</a>, -aue</i>, niederdeutsch <i>-oog(e), -ohe, -oie</i> oder <a href="D%C3%A4nische_Sprache" title="Dänische Sprache">Dänisch</a> „-aa“: Siedlungen auf Inseln oder am Wasser (beides als <a href="Flussaue" title="Flussaue">Aue</a>), von <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mittelhochdeutsch</a> <i>ouwa</i> etc. (<i>-au</i> steht in niederdeutschen Namen oft für älteres <i>-a, -aa</i>, in vormals slawischen Gebieten für <i><a href="-ow" title="-ow">-ow</a></i>). Beispiele für <i>-oog:</i> <a href="Langeoog" title="Langeoog">Langeoog</a>, <a href="Minsener_Oog" title="Minsener Oog">Minsener Oog</a>, <a href="Norderoog" title="Norderoog">Norderoog</a>, <a href="Schiermonnikoog" title="Schiermonnikoog">Schiermonnikoog</a>, <a href="Spiekeroog" title="Spiekeroog">Spiekeroog</a>, <a href="S%C3%BCderoog" title="Süderoog">Süderoog</a>, <a href="Wangerooge" title="Wangerooge">Wangerooge</a>.</li>
<li><i>-bach</i>, niederdeutsch <i>-bek(en), -beck, -bke</i> etc.: (Siedlung an einem) Wasserlauf.</li>
<li><i><a href="Berg_(Ortsname)" title="Berg (Ortsname)">-berg</a>, -bergen</i>, niederdeutsch <i>-barg, -bargen:</i> Ansiedlung auf einer Anhöhe oder an einem Berg, zum Beispiel <a href="Bamberg" title="Bamberg">Bamberg</a>, <a href="Bergrath" class="mw-disambig" title="Bergrath">Bergrath</a>, <a href="Nothberg" title="Nothberg">Nothberg</a>.</li>
<li><i>-beuern, -beuren, -beuron, -birn</i>, niederdeutsch <i>-büren, -bur(en)</i> etc.: von <a href="Althochdeutsche_Sprache" title="Althochdeutsche Sprache">althochdeutsch</a> <i>bur</i> „kleines Haus“ etc., <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">mittelniederländisch</a> <i>buur</i> „Wohnung“, vgl. <i>Bauer (Vogelkäfig)</i>.</li>
<li><i><a href="Gew%C3%A4ssernamen_auf_-born" title="Gewässernamen auf -born">-born</a>, -bronn</i> etc., Brunnen, Quelle, zum Beispiel <a href="Paderborn" title="Paderborn">Paderborn</a>, <a href="Eschborn" title="Eschborn">Eschborn</a>, <a href="Quickborn" title="Quickborn">Quickborn</a>, auch <a href="Heilbronn" title="Heilbronn">Heilbronn</a>, <a href="Born" class="mw-disambig" title="Born">Born</a>, <a href="Brunn" class="mw-disambig" title="Brunn">Brunn</a>.</li>
<li><i><a href="Brand_(Ortsname)" title="Brand (Ortsname)">-brand</a>:</i> Urbarmachung durch <a href="Brandrodung" title="Brandrodung">Brandrodung</a>, zum Beispiel <a href="Hinterbrand" class="mw-disambig" title="Hinterbrand">Hinterbrand</a>, <a href="Engelsbrand" title="Engelsbrand">Engelsbrand</a>.</li>
<li><i><a href="Bruch_(Landschaft)" title="Bruch (Landschaft)">-bruch</a>, <a href="-broich" title="-broich">-broich</a>,</i> niederdeutsch <i>-brook, brock, -brauk</i> bedeutet <i>Bruch-</i> oder <i>Sumpflandschaft</i> (siehe <a href="Erlenbruchw%C3%A4lder_in_Brandenburg" title="Erlenbruchwälder in Brandenburg">Erlenbruchwälder in Brandenburg</a>), zum Beispiel <a href="Broich" class="mw-disambig" title="Broich">Broich</a>, <a href="B%C3%A4rbroich" title="Bärbroich">Bärbroich</a>, <a href="Grevenbroich" title="Grevenbroich">Grevenbroich</a> „Bruchlandschaft der Grafen“, <a href="Broichweiden" title="Broichweiden">Broichweiden</a>, <a href="Korschenbroich" title="Korschenbroich">Korschenbroich</a>.</li>
<li><i>-bruck, -brück</i>, niederdeutsch <i>-brügge</i> beziehen sich häufig auf eine Ansiedlung mit Gewässerübergang, oft (aber nicht ausschließlich) eine Brücke. Es kann aber auch von altsächsisch „bruggi“ Bergrücken abgeleitet sein.</li>
<li><i>-bühl, -bühel, -bihl, -beuel</i>, bairisch <i>-bichel, -pichl:</i> Siedlung auf oder an einem Hügel, einer Anhöhe.</li>
<li><i>-büll:</i> Wohnstätte, Siedlung (entspricht dänisch <i>-bøl</i> von <a href="Altnordische_Sprache" title="Altnordische Sprache">altnordisch</a> <i>bu</i> 'wohnen'), zum Beispiel <a href="Nieb%C3%BCll" title="Niebüll">Niebüll</a>.</li>
<li><i><a href="-burg" title="-burg">-burg</a></i>, niederdeutsch, schwedisch und dänisch <i>-borg:</i> Anhöhe, befestigte Siedlung, in frühmittelalterlichen Namen auch: Stadt (siehe unten), zum Beispiel <a href="Augsburg" title="Augsburg">Augsburg</a>, <a href="Dahlenburg" title="Dahlenburg">Dahlenburg</a>, <a href="Duisburg" title="Duisburg">Duisburg</a>, <a href="G%C3%B6teborg" title="Göteborg">Göteborg</a>, <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>, <a href="Regensburg" title="Regensburg">Regensburg</a>.</li>
<li><i><a href="-b%C3%BCttel" title="-büttel">-büttel</a></i>, abgeleitet von <a href="Alts%C3%A4chsische_Sprache" title="Altsächsische Sprache">altsächsisch</a> „(gi)butli“ Siedlung; zum Beispiel <a href="Brunsb%C3%BCttel" title="Brunsbüttel">Brunsbüttel</a>, <a href="Hamburg-Fuhlsb%C3%BCttel" title="Hamburg-Fuhlsbüttel">Hamburg-Fuhlsbüttel</a>, Oeschebüttel, <a href="Wolfenb%C3%BCttel" title="Wolfenbüttel">Wolfenbüttel</a>.</li>
<li><i><a href="-by" title="-by">-by</a></i> aus dem Dänischen, Dorf, zum Beispiel <a href="Barkelsby" title="Barkelsby">Barkelsby</a>, <a href="Husby" title="Husby">Husby</a> oder <a href="Karby" title="Karby">Karby</a>; verwandt mit althochdeutsch <i>bur,</i> altnordisch <i>-bu,</i> schwedisch <i>-bo</i> und norwegisch <i>-bu</i> – an der mittleren <a href="Elbe" title="Elbe">Elbe</a>: Ort an der Fluss<i>biegung</i>, zum Beispiel <a href="Barby" title="Barby">Barby</a>.</li>
<li><i><a href="-damm" title="-damm">-damm</a>:</i> Endung, in den Niederlanden <i>-dam</i>, in Belgien auch <i>-damme</i>, auf <i><a href="Damm_(Wall)" title="Damm (Wall)">Damm</a></i> zurückzuführen</li>
<li><i><a href="Donk" title="Donk">-donk</a>:</i> kleine Anhöhe in der Niederung (niederrheinisch und niederländisch), zum Beispiel <a href="Wachtendonk" title="Wachtendonk">Wachtendonk</a></li>
<li><i>-donn:</i> Siedlung auf einer <a href="D%C3%BCne" title="Düne">Düne</a>, zum Beispiel <a href="Hochdonn" title="Hochdonn">Hochdonn</a> oder <a href="Sankt_Michaelisdonn" title="Sankt Michaelisdonn">Sankt Michaelisdonn</a>.</li>
<li><i><a href="Dorf" title="Dorf">-dorf</a>, -torf, -troff, -druf</i>, niederdeutsch <i>-dorp, -dörp, -torp, -trop, -trup</i>, dänisch <i>-torf, -trup</i>, vgl. englisch <i>-thorp</i>, schwedisch <i><a href="Torp_(Haus)" title="Torp (Haus)">-torp</a>:</i> (bäuerliche) Siedlung allgemein. Während der deutschen Kolonisierung der vormals slawischen Gebiete ostwärts der Elbe (siehe <a href="Hochmittelalterliche_Ostsiedlung" title="Hochmittelalterliche Ostsiedlung">Hochmittelalterliche Ostsiedlung</a>) wurden neu gegründete Siedlungen oft nach dem Dorfvorsteher benannt, zum Beispiel Hartmannsdorf (= Dorf des Hartmann).</li>
<li><i>-eck, -egg:</i> eigentlich Ecke, herausragende Anhöhe, Fels, oft auch in Namen von Burgen, Schlössern, befestigten Anlagen.</li>
<li><i>-feld, -felde:</i> (ursprünglich) unbewaldete Fläche, zum Beispiel <a href="Bielefeld" title="Bielefeld">Bielefeld</a>.</li>
<li><i>-fels:</i> eine Ortschaft auf oder an einem Felsen, zum Beispiel <a href="Fels_am_Wagram" title="Fels am Wagram">Fels am Wagram</a>, insbesondere zu einer hochmittelalterlichen <a href="Felsenburg" title="Felsenburg">Felsenburg</a>, zum Beispiel <a href="Fels_(Luxemburg)" title="Fels (Luxemburg)">Fels (Luxemburg)</a>.</li>
<li><i>-fehn:</i> aus dem niederdeutschen <i>Fehn/Veen</i>, Moor; hier sogenannte <a href="Moorkolonisierung" title="Moorkolonisierung">Moorkolonien</a> mit Kanälen im nordwestlichen Niedersachsen (Ostfriesland und Oldenburgerland), zum Beispiel <a href="Gro%C3%9Fefehn" title="Großefehn">Großefehn</a>, Augustfehn.</li>
<li><i><a href="Fleet" title="Fleet">-fleth, -fleet</a>:</i> niederdeutsch, zu mittelniederdeutsch <i>vlēt</i>, fließendes Gewässer, zum Beispiel <a href="Bahrenfleth" title="Bahrenfleth">Bahrenfleth</a>, <a href="Beidenfleth" title="Beidenfleth">Beidenfleth</a>, <a href="Borsfleth" title="Borsfleth">Borsfleth</a>, <a href="Dammfleth" title="Dammfleth">Dammfleth</a>, <a href="Elsfleth" title="Elsfleth">Elsfleth</a>, <a href="Wewelsfleth" title="Wewelsfleth">Wewelsfleth</a>.</li>
<li><i>-furt, -furth, -fürth</i>, niederdeutsch <i>-ford, -fort, -vörde</i> etc.: Siedlung an einer <a href="Furt" title="Furt">Furt</a>, zum Beispiel <a href="Bremerv%C3%B6rde" title="Bremervörde">Bremervörde</a>, <a href="Erfurt" title="Erfurt">Erfurt</a>, <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a>, <a href="Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee" title="Klagenfurt am Wörthersee">Klagenfurt am Wörthersee</a>, <a href="Ochsenfurt" title="Ochsenfurt">Ochsenfurt</a>, <a href="Schweinfurt" title="Schweinfurt">Schweinfurt</a>, <a href="Steinfurt" title="Steinfurt">Steinfurt</a>.</li>
<li><i><a href="-gast" title="-gast">-gast</a>:</i> östlich von Elbe und Saale meistens aus slawisch <i>-goszcz</i>, zum Beispiel <a href="Wolgast" title="Wolgast">Wolgast</a>.</li>
<li><i>-gericht:</i> (historische) Gerichtsstätte (vgl. etwa <a href="Freigericht_(Hessen)#Name" title="Freigericht (Hessen)">Freigericht</a> oder <a href="Linsengericht_(Hessen)" title="Linsengericht (Hessen)">Linsengericht</a>; letztere Bedeutung kann auch auf ein „<a href="Gerichtslinde" title="Gerichtslinde">Lindengericht</a>“ zurückgeführt werden)</li>
<li><i>-gmund, -gmünd:</i> an der Mündung eines Baches oder Flusses, zum Beispiel <a href="Gmund_am_Tegernsee" title="Gmund am Tegernsee">Gmund</a>, <a href="Gem%C3%BCnden" class="mw-disambig" title="Gemünden">Gemünden</a>, <a href="Georgensgm%C3%BCnd" title="Georgensgmünd">Georgensgmünd</a>; vgl. auch <i>-münde</i>.</li>
<li><i>-goven:</i> siehe unter -hof.</li>
<li><i>-graben:</i> Siedlung an einem künstlichen Wasserlauf.</li>
<li><i>-groden, -grode:</i> niederdeutsch für neu angeschwemmtes Land (insbesondere zur Seeseite des <a href="Deich" title="Deich">Deichs</a>).</li>
<li><i>-hafen, -haven:</i> <a href="Hafen" title="Hafen">Hafen</a>, zum Beispiel <a href="Bremerhaven" title="Bremerhaven">Bremerhaven</a>, <a href="Cuxhaven" title="Cuxhaven">Cuxhaven</a>, <a href="Kopenhagen" title="Kopenhagen">Kopenhagen</a> (dänisch: København), <a href="Wilhelmshaven" title="Wilhelmshaven">Wilhelmshaven</a>.</li>
<li><i><a href="Hag" title="Hag">-hag(en)</a>, -haag, <a href="Hain" title="Hain">-hain</a>, -han, -hahn</i> etc.: ahd. <i>hagan</i>, mhd. <i>hagen</i> bedeutet ein umhegter Bereich zum Beispiel mit Wall und einer Dornenhecke/Hainbuchenhecke<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> auch für <i>Landheege/<a href="Landwehr" title="Landwehr">Landwehr</a>/Stadtwehr/Dorfwehr/Burgwehr/Gehöftumwehrung</i> in Gebrauch.</li>
<li><i><a href="Halde_(Toponym)" title="Halde (Toponym)">-halden, -halde</a>:</i> oberdeutsch für Berghang, Abhang, zum Beispiel <a href="Aichhalden" title="Aichhalden">Aichhalden</a>, <a href="Freihalden" title="Freihalden">Freihalden</a>.</li>
<li><i>-hall:</i> umstritten (vgl. <a href="Halle_(Saale)#Ursprung_des_Namens" title="Halle (Saale)">Halle (Saale)#Ursprung des Namens</a>); vielleicht abgeleitet vom germanischen Wort für <a href="Speisesalz" title="Speisesalz">Salz</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="Hardt_(Toponym)" title="Hardt (Toponym)">-hardt</a>, -hard, -haard(t), -hart(h)</i> etc.: „Bergwald“, „bewaldeter Hang“, zum Beispiel <a href="Murrhardt" title="Murrhardt">Murrhardt</a>, <a href="Spessart" title="Spessart">Spessart</a> („Spechtswald“), <a href="Rothaargebirge" title="Rothaargebirge">Rothaargebirge</a> > gerodetes Waldgebirge.</li>
<li><i>-hau:</i> von <i>hauen</i> (<a href="Rodung" title="Rodung">roden</a>).</li>
<li><i><a href="Hausen_(Ortsname)" title="Hausen (Ortsname)">‑hausen</a>, -haus</i> bei den (Wohn-)Häusern, bzw. im Singular (bescheidene) Einzelsiedlung. Ebenso <i>-husen, -huse, -sen, -huus</i> von <a href="Altnordische_Sprache" title="Altnordische Sprache">altnordisch</a> <i>hus</i> Haus oder <i>husa</i> mit Häusern bebauen niederdeutsch Siedlung.</li>
<li><i>-haven:</i> siehe unter <i>-hafen</i>.</li>
<li><i><a href="-heim" title="-heim">-heim</a> (-en)</i>, <i>-ham, -am</i>, niederdeutsch <i>-hem, -em, -um:</i> Siedlung, Wohnort (vgl. <a href="Heimat" title="Heimat">Heimat</a>), zum Beispiel <a href="Ingelheim_am_Rhein" title="Ingelheim am Rhein">Ingelheim am Rhein</a>, <a href="Pilsum" title="Pilsum">Pilsum</a>.</li>
<li><i>-hof</i> bzw. (ursprünglich dativische Pluralform) <i>-hofen, -hoven, -höfen:</i> als Einzel<a href="Bauernhof" title="Bauernhof">hof</a> oder Gruppe von <a href="Geh%C3%B6ft" title="Gehöft">Gehöften</a> angelegte Siedlung, zum Beispiel <a href="Adelshofen" class="mw-disambig" title="Adelshofen">Adelshofen</a>, <a href="H%C3%BClshof" title="Hülshof">Hülshof</a>, <a href="Schophoven" title="Schophoven">Schophoven</a>.</li>
<li><i>-holm:</i> niederdeutsch, dänisch, schwedisch <a href="Insel" title="Insel">Insel</a> oder <a href="Halbinsel" title="Halbinsel">Halbinsel</a>, zum Beispiel <a href="Stapelholm" title="Stapelholm">Stapelholm</a>, <a href="Stockholm" title="Stockholm">Stockholm</a>.</li>
<li><i><a href="-holt" title="-holt">-holt</a>:</i> Siedlung am oder im Holz (Wald).</li>
<li><i>-horn, -hörn:</i> spitz zulaufendes Geländestück, zum Beispiel <a href="Nordhorn" title="Nordhorn">Nordhorn</a>, <a href="Scharh%C3%B6rn" title="Scharhörn">Scharhörn</a>.</li>
<li><i><a href="Horst_(Toponym)" title="Horst (Toponym)">-horst</a> (-host, -ost), -hurst:</i> eine leicht erhöhte Stelle in einem Sumpf, Moor oder einer feuchten Niederung.</li>
<li><i>-hoven:</i> siehe unter <i>-hof</i>.</li>
<li><i>-hude:</i> Holzlagerplatz/Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle, Landungsplatz, zum Beispiel <a href="Buxtehude" title="Buxtehude">Buxtehude</a>, <a href="Fischerhude" title="Fischerhude">Fischerhude</a>, <a href="Flemhude" class="mw-redirect" title="Flemhude">Flemhude</a>, <a href="Hamburg-Harvestehude" title="Hamburg-Harvestehude">Harvestehude</a>, <a href="Hude" class="mw-disambig" title="Hude">Hude</a>, <a href="Ritterhude" title="Ritterhude">Ritterhude</a>, <a href="Steinhude" title="Steinhude">Steinhude</a>, <a href="Hamburg-Winterhude" title="Hamburg-Winterhude">Winterhude</a>, siehe auch: <a href="Hude-Orte" title="Hude-Orte">Hude-Orte</a>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>-husen:</i> siehe unter <i>-hausen</i>.</li>
<li><i><a href="-inghausen" title="-inghausen">-inghausen</a> (-iehausen, -kausen), -ingheim (-igheim, -ingem), -inghoven (-ikofen, -ikon/-iken), <a href="-ingerode" title="-ingerode">-ingerode</a> (-igerode):</i> Kombinationen aus dem Suffix <i><a href="-ing" title="-ing">-ing(en)</a></i> und den jeweiligen Ortsnamen-Grundwörtern, zum Beispiel <a href="B%C3%B6nnigheim" title="Bönnigheim">Bönnigheim</a>, <a href="L%C3%BCdinghausen" title="Lüdinghausen">Lüdinghausen</a>, <a href="Harlingerode" title="Harlingerode">Harlingerode</a>, <a href="Wernigerode" title="Wernigerode">Wernigerode</a>, <a href="Zollikofen" title="Zollikofen">Zollikofen</a>, <a href="Zollikon" title="Zollikon">Zollikon</a>.</li>
<li><i>-kapell(en), -kappeln:</i> eine <a href="Kapelle_(Kirchenbau)" title="Kapelle (Kirchenbau)">Kapelle</a>, zum Beispiel <a href="Westerkappeln" title="Westerkappeln">Westerkappeln</a>.</li>
<li><i>-<a href="Kietz_(Siedlung)" title="Kietz (Siedlung)">kietz</a>:</i> ehemals slawische Fischersiedlung in der Mark Brandenburg und angrenzenden Gebieten</li>
<li><i>-kirch, -kirchen</i>, niederdeutsch <i>-kark, -kerk(en):</i> Kirchort.</li>
<li><i>-koven:</i> siehe unter -hof.</li>
<li><i>-lar:</i> von althochdeutsch <i>*hlār(i)</i> „Hürde, Lattenwerk, Gerüst“, zum Beispiel <a href="Fritzlar" title="Fritzlar">Fritzlar</a>, <a href="Goslar" title="Goslar">Goslar</a>, <a href="Wetzlar" title="Wetzlar">Wetzlar</a>, auch als Simplex: <a href="Lahr/Schwarzwald" title="Lahr/Schwarzwald">Lahr/Schwarzwald</a>.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i><a href="-leben" title="-leben">-leben</a> (-legen) (-lehen)</i>, (altsächsisch-thüringisch, bayrisch): <a href="Lehnswesen" title="Lehnswesen">Lehen</a>, vom Grundherren verlehntes Gut (zum Beispiel Schönleben, Niederlehen), Hinterlassenschaft, zurückgelassener Ort, zum Beispiel <a href="Aschersleben" title="Aschersleben">Aschersleben</a>, <a href="Lutherstadt_Eisleben" title="Lutherstadt Eisleben">Lutherstadt Eisleben</a>, <a href="Gardelegen" title="Gardelegen">Gardelegen</a> (entspricht dänisch <i>-lev</i>, schwedisch <i>-löv</i>).</li>
<li><i>-leiten, -leithen:</i> (Siedlung am) Abhang, Berghang.</li>
<li><i><a href="Ley" title="Ley">-ley</a>:</i> (am) Fels.</li>
<li><i><a href="Loh" class="mw-disambig" title="Loh">-loh</a>, -lah, -loch, -loy:</i> <a href="Wald" title="Wald">Wald</a>, Hain, lichtes Gehölz, zum Beispiel <a href="Wechloy" title="Wechloy">Wechloy</a>.</li>
<li><i>-mar:</i> stehendes Gewässer, sumpfiges Quellgebiet, zum Beispiel <a href="Geismar_(Begriffskl%C3%A4rung)" class="mw-disambig" title="Geismar (Begriffsklärung)">Geismar</a>, <a href="Horstmar" title="Horstmar">Horstmar</a>.</li>
<li><i>-mund, -münde</i>, niederdeutsch <i>-müde(n)</i>, niederländisch <i>-muid(e):</i> an der Mündung eines Baches oder Flusses, zum Beispiel <a href="IJmuiden" title="IJmuiden">IJmuiden</a>, <a href="M%C3%BCden" class="mw-disambig" title="Müden">Müden</a>, <a href="Peenem%C3%BCnde" title="Peenemünde">Peenemünde</a>, <a href="%C5%9Awinouj%C5%9Bcie" title="Świnoujście">Swinemünde</a>; vgl. auch <i>-gmünd</i>.</li>
<li><i>-münster:</i> <a href="Kloster" title="Kloster">Kloster</a> (von <a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> ‚monasterium‘), zum Beispiel <a href="Kremsm%C3%BCnster" title="Kremsmünster">Kremsmünster</a> oder <a href="M%C3%BCnster" title="Münster">Münster</a>.</li>
<li><i><a href="Einzelsiedlung" title="Einzelsiedlung">-öd</a>:</i> wieder aufgenommene Siedlungsstellen, zum Beispiel <a href="Reisach%C3%B6d" title="Reisachöd">Reisachöd</a>. <a href="Rauchen%C3%B6dt" title="Rauchenödt">Rauchenödt</a>.</li>
<li><i>-oog(e):</i> siehe unter <i>-au</i>.</li>
<li><i>-rod, <a href="-roda" title="-roda">-roda</a>, -rodt, -roth, <a href="-rode" title="-rode">-rode</a>, -raht, -rath, -rade, -rüti, <a href="-reuth" title="-reuth">-reut(h)</a>, -reute, -ried, -ruit, -ray:</i> von „<a href="Rodung" title="Rodung">Rodung</a>“, also eine Siedlung im (früheren) Wald, zum Beispiel <a href="Bayreuth" title="Bayreuth">Bayreuth</a>, <a href="Bergrath" class="mw-disambig" title="Bergrath">Bergrath</a>, <a href="Eurode" title="Eurode">Eurode</a>, <a href="Hastenrath" class="mw-disambig" title="Hastenrath">Hastenrath</a>, <a href="Neuenrade" title="Neuenrade">Neuenrade</a>, <a href="Reutte" title="Reutte">Reutte</a> in Tirol, <a href="R%C3%B6he" title="Röhe">Röhe</a>, <a href="Roetgen" title="Roetgen">Roetgen</a>, <a href="R%C3%B6thgen" title="Röthgen">Röthgen</a>; nicht jedoch: <a href="Walsrode" title="Walsrode">Walsrode</a>.</li>
<li><i>-rotte:</i> von <i>zusammenrotten</i>, siehe <a href="Weiler" title="Weiler">Weiler</a></li>
<li><i>-ruhe:</i> Rückzugsort eines Herrschers, zum Beispiel <a href="Karlsruhe" title="Karlsruhe">Karlsruhe</a>, <a href="Berlin-Wilhelmsruh" title="Berlin-Wilhelmsruh">Wilhelmsruh</a>.</li>
<li><i>-salt, selt:</i> wahrscheinl. althochdeutsch <i>salida, selida</i> bzw. altsächsisch <i>selitha</i>, altenglisch <i>seld</i> „Haus, Wohnung, Wohnstätte, Unterkunft“.</li>
<li><i><a href="Schachen_(Toponym)" title="Schachen (Toponym)">-schach, -schachen</a>:</i> oberdeutsch für einzeln stehendes Waldstück, zum Beispiel <a href="Rorschach" title="Rorschach">Rohrschach</a>, <a href="Schwarzschachen" class="mw-disambig" title="Schwarzschachen">Schwarzschachen</a>.</li>
<li><i>-scheid:</i> von Grenze, scheiden, Bestandteil vieler Flurnamen</li>
<li><i>-schlag:</i> Zollschlag, Schlagbaum, Grenze, bzw. von schlagen (forstwirtschaftlich Forstschlag, roden).</li>
<li><i>-schwand</i>, <i>-schwende</i>, <i>-swende:</i> von <a href="Schwendbau" title="Schwendbau">Schwenden</a> (einer besonderen Art des Rodens der Bäume), zum Beispiel <a href="Alberschwende" title="Alberschwende">Alberschwende</a>, <a href="Wolpertswende" title="Wolpertswende">Wolpertswende</a>.</li>
<li><i>-siefen, -seifen</i>, niederdeutsch <i>-<a href="Siepen_(Geographie)" title="Siepen (Geographie)">siepen</a>:</i> <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mittelhochdeutsch</a> (bzw. <a href="Mittelniederdeutsche_Sprache" title="Mittelniederdeutsche Sprache">mittelniederdeutsch</a>) für enges, feuchtes Bachtal, siehe <a href="Siepen" class="mw-disambig" title="Siepen">Siepen</a>.</li>
<li><i>-siel:</i> von „<a href="Siel" title="Siel">Siel</a>“, eine Deichschleuse, zum Beispiel <a href="Bensersiel" title="Bensersiel">Bensersiel</a>, <a href="Greetsiel" title="Greetsiel">Greetsiel</a>, <a href="Dornumersiel" title="Dornumersiel">Dornumersiel</a>, <a href="Hooksiel" title="Hooksiel">Hooksiel</a>, <a href="Horumersiel" title="Horumersiel">Horumersiel</a>.</li>
<li><i><a href="Hude-Orte#Stade-Orte" title="Hude-Orte">-stade</a></i>: niederdeutsch für Ufer, <a href="Gestade" title="Gestade">Gestade</a>, natürlich entstandener Landeplatz für kleinere Schiffe, zum Beispiel <a href="Stade" title="Stade">Stade</a>, <a href="Warstade" class="mw-redirect" title="Warstade">Warstade</a>, siehe auch: <a href="Hude-Orte#Stade-Orte" title="Hude-Orte">Stade-Orte</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>-stadt, -statt, -stätt, -stetten</i>, niederdeutsch <i><a href="-st%C3%A4dt" class="mw-redirect" title="-städt">-städt</a>, -stedt, -stede(n):</i>, in Norddeutschland von altnordisch „<a href="Hude-Orte#Stade-Orte" title="Hude-Orte">stada</a>“ in schon mittelalterlich überlieferten Ortsnamen (zunächst) lediglich <i>Stätte, Stelle</i> (zum Beispiel <a href="Eichst%C3%A4tt" title="Eichstätt">Eichstätt</a> <i>Stelle, wo viele Eichen wachsen</i>), erst im 12. Jahrhundert entwickelte sich für <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mittelhochdeutsch</a> <i>stat</i>, hochdeutsch „-stadt“ die Bedeutung <i>Siedlung mit Marktrecht und Selbstverwaltung</i> (dafür früher <i>burg</i>); auch im 20. Jahrhundert bei <a href="St%C3%A4dtefusion" title="Städtefusion">Städtefusionen</a> häufig gebraucht, zum Beispiel <a href="Albstadt" title="Albstadt">Albstadt</a>, <a href="Diemelstadt" title="Diemelstadt">Diemelstadt</a>, <a href="Erftstadt" title="Erftstadt">Erftstadt</a>, <a href="Filderstadt" title="Filderstadt">Filderstadt</a>.</li>
<li><i>-stein:</i> eine Ortschaft auf oder an einem Felsen, zum Beispiel <a href="Warstein" title="Warstein">Warstein</a>, insbesondere zu einer Burg, zum Beispiel <a href="Aggstein" class="mw-disambig" title="Aggstein">Aggstein</a>, <a href="Bieberstein" class="mw-disambig" title="Bieberstein">Bieberstein</a>, <a href="Kufstein" title="Kufstein">Kufstein</a>.</li>
<li><i>-stift:</i> ein Nonnenkloster.</li>
<li><i><a href="Belte_und_Sunde" title="Belte und Sunde">-sund</a>:</i> eine Meerenge, zum Beispiel <i><a href="Stralsund" title="Stralsund">Stralsund</a></i>.</li>
<li><i>-tal, -thal</i>, niederdeutsch, dänisch <i>-dal:</i> Siedlung im Tal; auch im 20. Jahrhundert bei <a href="St%C3%A4dtefusion" title="Städtefusion">Städtefusionen</a> häufig gebraucht, zum Beispiel <a href="Extertal" title="Extertal">Extertal</a>, <a href="Lippetal" title="Lippetal">Lippetal</a>, <a href="Nettetal" title="Nettetal">Nettetal</a>, <a href="Niddatal" title="Niddatal">Niddatal</a>, <a href="Schwalmtal" class="mw-disambig" title="Schwalmtal">Schwalmtal</a>, <a href="Wuppertal" title="Wuppertal">Wuppertal</a>.</li>
<li><i>-torf:</i> aus dem <a href="D%C3%A4nische_Sprache" title="Dänische Sprache">Dänischen</a> Siedlung im Moor, wo Torf gestochen wird, zum Beispiel Rostorf, Nortorf, <a href="Gettorf" title="Gettorf">Gettorf</a>.</li>
<li><i>-trop, -trup:</i> siehe unter <i>-dorf</i>.</li>
<li><i>-um:</i> <a href="Friesische_Sprachen" title="Friesische Sprachen">friesisch</a>, <a href="Nieders%C3%A4chsisch" title="Niedersächsisch">niedersächsisch</a> für <i>-heim</i> zum Beispiel <a href="Beckum" title="Beckum">Beckum</a>, <a href="B%C3%BCsum" title="Büsum">Büsum</a>, <a href="Husum" title="Husum">Husum</a>, <a href="Keitum" title="Keitum">Keitum</a>, <a href="Pogum" title="Pogum">Pogum</a>, <a href="Rantum" title="Rantum">Rantum</a>.</li>
<li><i>-up:</i> aus dem <a href="D%C3%A4nische_Sprache" title="Dänische Sprache">Dänischen</a> <i>-torp</i>, Dorf, zum Beispiel <a href="Hurup" title="Hurup">Hurup</a>.</li>
<li><i>-walchen:</i> Siedlung romanischen (welschen) Ursprungs.</li>
<li><i>-wald, -walde</i>, niederdeutsch, dänisch <i>-wohld, -wohle, -wold</i> etc.: Siedlung am oder im Wald.</li>
<li><i><a href="Wang_(Toponym)" title="Wang (Toponym)">-wang</a>:</i> althochdeutsch für Feuchtwiese (meist auf einer Neigung befindlich), zum Beispiel <a href="Feuchtwangen" title="Feuchtwangen">Feuchtwangen</a>, <a href="Haldenwang_(Landkreis_Oberallg%C3%A4u)" title="Haldenwang (Landkreis Oberallgäu)">Haldenwang</a>.</li>
<li><i>-warden:</i> Siedlung auf einer <a href="Warft" title="Warft">Warft</a>, zum Beispiel Breddewarden, <a href="Eckwarden" title="Eckwarden">Eckwarden</a>, <a href="Einswarden" title="Einswarden">Einswarden</a>, <a href="Fedderwarden" title="Fedderwarden">Fedderwarden</a>, Golzwarden, Hammelwarden, <a href="Langwarden" title="Langwarden">Langwarden</a>, <a href="Sengwarden" title="Sengwarden">Sengwarden</a>.</li>
<li><i>-weg:</i> am Weg gelegen, <a href="Berlin-Baumschulenweg" title="Berlin-Baumschulenweg">Baumschulenweg</a>.</li>
<li><i>-weide:</i> an oder bei einer Weide gelegen (wobei hier der Baum oder die Grünfläche gemeint sein kann), <a href="Berlin-Niedersch%C3%B6neweide" title="Berlin-Niederschöneweide">Niederschöneweide</a>, <a href="Berlin-Obersch%C3%B6neweide" title="Berlin-Oberschöneweide">Oberschöneweide</a>.</li>
<li><i><a href="Weiler_(Ortsname)" title="Weiler (Ortsname)">-weiler</a>, -wei(h)er, -wil, -wy(h)l, -viller:</i> eine Wohnsiedlung, die aus wenigen Gebäuden besteht (vgl. <a href="Weiler" title="Weiler">Weiler</a>), von romanisch <i>villāre</i> „Gehöft“ und damit letztlich zu lat. <i>villa</i> „Landhaus“, zum Beispiel Mönchweiler.</li>
<li><i>-werder, -werth</i>, niederdeutsch, fries. <i>-warder, -wort(h), -ort,</i> süddeutsch <i>-wört(h):</i> Halbinsel oder inselartige Anhöhe in der Niederung (vgl. <a href="Warft" title="Warft">Wurt</a>).</li>
<li><i>-wies</i>, <i>-wiß:</i> an oder bei einer Wiese gelegen, zum Beispiel <a href="D%C3%BCrwi%C3%9F" title="Dürwiß">Dürwiß</a>.</li>
<li><i><a href="-wik" title="-wik">-wik</a>, -wig:</i> altnordisch Handelsplatz, niederdeutsch Siedlung (aus altnordisch <i>vík</i>), zum Beispiel <a href="Schleswig" title="Schleswig">Schleswig</a>.</li>
<li><i>-wind:</i> Hinweis auf wendischen (slawischen) Siedlungsursprung, zum Beispiel <a href="Ditterswind" title="Ditterswind">Ditterswind</a>, <a href="Tautenwind" title="Tautenwind">Tautenwind</a>.</li>
<li><i>-winkel:</i> etwas unbestimmtes, das mit den Begriffen <i>klein, eng, irgendwo, weit weg, geringwertig</i> bezeichnet werden kann, zum Beispiel <a href="Vo%C3%9Fwinkel" title="Voßwinkel">Voßwinkel</a> in Verbindung mit einem Tier (hier: niederdeutsch <i>Voß</i> für <i>Fuchs</i>), aber auch mit Bezug auf eine winkelartige Geländeform.</li>
<li><i>-wiß:</i> siehe unter <i>-wies</i>.</li>
<li><i>-zell:</i> bezieht sich auf eine Klosterzelle, zum Beispiel <a href="Zell" class="mw-disambig" title="Zell">Zell</a>, <a href="Kirchzell" title="Kirchzell">Kirchzell</a>.</li></ul>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: Kategorie:Ortsnamen-Endung</div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Suffixe">Suffixe</h3></div>
<p><i>Ortsnamen-<a href="Suffix" title="Suffix">Suffixe</a></i> können (besonders in altertümlichen Ortsnamen) die Stelle von <i>Grundwörtern</i> einnehmen. Da sie keine eigenständige Bedeutung haben, sind sie noch stärker als die Grundwörter der Abschleifung (und gegenseitiger Angleichung) ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die deutschen Ortsnamen ursprünglich <a href="Dativ" title="Dativ">Dativformen</a> waren (gebraucht als <a href="Lokativ" title="Lokativ">Lokativ</a>) und deshalb häufig noch auf <i>-e</i> (<a href="Singular" title="Singular">Singular</a>) oder <i>-(e)n</i> (<a href="Plural" title="Plural">Plural</a>) enden, zum Beispiel <i>-walde</i> „im/am …wald(e)“, <i><a href="Hausen_(Ortsname)" title="Hausen (Ortsname)">-hausen</a></i> (<a href="Althochdeutsche_Sprache" title="Althochdeutsche Sprache">althochdeutsch</a> <i>-husun, husum, -husin, -huson</i>) „bei den …häusern“ – diese Kasussuffixe sind weitgehend assimiliert.
</p><p><b>Beispiele:</b>
</p>
<ul><li><i><a href="Ache" title="Ache">-ach</a>, -ich (-ig), -icht (-igt)</i>, oberdeutsch <i>-at, -et, -it</i>, hessisch <i>-es, -is:</i> Kollektivsuffix, das aus Baumnamen Gehölznamen bildet, zum Beispiel <a href="D%C3%BCrrwangen" title="Dürrwangen">Haslach</a> („Haselwald“), <a href="Neustadt_bei_Coburg" title="Neustadt bei Coburg">Birkig</a>, Buchet, <a href="Lautertal_(Vogelsberg)" title="Lautertal (Vogelsberg)">Meiches</a> (1342 <i>zum Eiches</i>).</li>
<li><i>-ate, -te, -nit</i> und <i>-net:</i> keltischen Ursprungs, zum Beispiel <i>Adnet</i> (Salzburg).</li>
<li><i>-ede, -de, -da, -te, -ta, -t:</i> Kollektivsuffix, das aus örtlichen Gegebenheiten Siedlungsnamen bildet, zum Beispiel <a href="Eschede" title="Eschede">Eschede</a>, <a href="Apolda" title="Apolda">Apolda</a> (<i>Ort, wo Äpfel wachsen/Apfelbäume stehen</i> vgl. lateinisch <i>arboretum</i> „Baumgarten“ zu <i>arbor</i> „Baum“), Ebnet/Ebnit/Ebnat (zu althochdeutsch <i>ëbanôti</i> „Ebene“); aber auch Substantive aus Verben, zum Beispiel <i>Freude</i> zu <i>freuen</i>, <i>Gebäude</i> zu <i>bauen</i>.</li>
<li><i>-ich, -ach</i> in rheinischen Ortsnamen: aus gallo-romanisch <i>-(i)acum</i>, zum Beispiel <a href="J%C3%BClich" title="Jülich">Jülich</a>, <a href="Andernach" title="Andernach">Andernach</a>.</li>
<li><i><a href="-in" title="-in">-in</a> (-en)</i> (wenn endungsbetont): slawisch, zum Beispiel <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>, <a href="Schwerin" title="Schwerin">Schwerin</a>, <a href="Fehrbellin" title="Fehrbellin">Fehrbellin</a> <i>Weidenort</i>.</li>
<li><i><a href="-ing" title="-ing">-ing</a>, -ingen, -ung, -ungen</i>, friesisch <i>-ens</i>: bildet Siedlungsnamen (eigentlich Einwohnernamen) hauptsächlich aus Personennamen (zum Beispiel Villingen-Schwenningen, <a href="S%C3%BCpplingen" title="Süpplingen">Süpplingen</a>, <a href="Gauting" title="Gauting">Gauting</a>, <a href="Esens" title="Esens">Esens</a>, <a href="Grauingen" title="Grauingen">Grauingen</a>), aber auch aus Stellenbezeichnungen (zum Beispiel <a href="Bad_Wildungen" title="Bad Wildungen">Wildungen</a> <i>bei den Leuten in der Wildnis</i>).</li>
<li><i><a href="-itz" title="-itz">-itz</a>, -itsch, <a href="-witz" title="-witz">-witz</a>, -(sch)ütz:</i> aus slawisch <i>-ic-</i> bzw. <i>-ov-ic-</i>, zum Beispiel <a href="Rochlitz" title="Rochlitz">Rochlitz</a>, <a href="Delitzsch" title="Delitzsch">Delitzsch</a>, <a href="Dobersch%C3%BCtz" title="Doberschütz">Doberschütz</a> (<a href="1349" title="1349">1349</a> <i>Doberschwicz</i> zum altsorbischen Vornamen <i>Dobrš</i>).</li>
<li><i><a href="-ow" title="-ow">-ow</a> (<a href="-au" title="-au">-au</a>):</i> aus slawisch <i>-ov</i>, zum Beispiel <a href="Malchow" title="Malchow">Malchow</a>, <a href="L%C3%BCchow" class="mw-disambig" title="Lüchow">Lüchow</a>.</li>
<li><i>-s (-z):</i> Genitiv-Endung in <i>elliptischen</i> Ortsnamen; diese bestehen nur aus einem Bestimmungswort (meistens Personenname) im Genitiv, das Grundwort ist ausgelassen oder weggefallen, zum Beispiel in <a href="Sterbfritz" title="Sterbfritz">Sterbfritz</a> aus <i>Starcfrides [Huson]</i> (vgl. Familiennamen wie <i>Frings</i> aus <i>Severins [Sohn]</i>); dass auch diese Ortsnamen ursprünglich Dativformen waren, zeigt <a href="Hirzenhain" title="Hirzenhain">Merkenfritz</a> aus <i>[ze de]m Erkenfredis</i>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bestimmungswörter"><span id="Bestimmungsw.C3.B6rter"></span>Bestimmungswörter</h3></div>
<p>Bestimmungswörter weisen auf bestimmte geografische <i>(Berg-, Tal-, Wasser-)</i> oder geologische <i>(Erz-, Hal-, Stein-)</i> Gegebenheiten hin, beziehen sich auf die natürliche Umwelt <i>(Hirsch-, Hase-, Vogel-, Eich-, Buch-)</i> oder Personengruppen <i>(Frank-, Sachsen-, Schiffer-, Graf-)</i> oder verweisen auf Bauten <i>(Burg-, Kirch-, Mühl-)</i>.
</p><p><b>Beispiele:</b>
</p>
<ul><li><a href="Gr%C3%BCndungsstadt" title="Gründungsstadt">Gründungsbezeichnungen</a>: <i>Neu-</i> zum Beispiel <a href="Neustadt_(Ortsname)" title="Neustadt (Ortsname)">Neustadt</a>, <i>Alt(en)-/Old(en)-</i> usw. (wenn nicht <a href="#Namenszusätze">Zusatz</a>, s. u.)
<ul><li>Personen (meist <a href="Stifter" title="Stifter">Stifter</a>): <i>König(s)-, Herzog(en)-, Graf(en)-, Schulz(en)-, Schult(en)-, Industrielle (vgl. <a href="Leverkusen" title="Leverkusen">Leverkusen</a>)</i> usw.; auch Personennamen (meistens männl. Vornamen, etwa bei den bairischen <i><a href="-ing" title="-ing">-ing</a></i>-Siedlungen)</li>
<li><a href="Wappen" title="Wappen">Wappenzeichen</a> wie <i>Biber, Falk-, Greif-, Horn-, Lauen-, (Löwe)</i></li>
<li><a href="Kommunalrecht" class="mw-redirect" title="Kommunalrecht">Rechtlicher Status</a>: <i>Frei-, -<a href="Stadt" title="Stadt">stadt</a></i>, zum Beispiel <a href="Freistadt" title="Freistadt">Freistadt</a>, auch <i>-<a href="Markt" title="Markt">markt</a></i>, <i>-bad</i> (<a href="Kurort" title="Kurort">Kurort</a>) und <i>-stift</i> (zum <a href="#Bei-_und_Übernamen">Beinamen</a> siehe auch unten)</li>
<li><a href="Rodungsname" title="Rodungsname">Rodungsnamen</a>: <i>Rod, Schlag, Sang, <a href="Brandrodung" title="Brandrodung">Brand</a>, (G)schwend, <a href="-scheid" title="-scheid">-scheid</a></i> oder auch <i>-ried, -reith, -reuth, -roth, -rath</i> von ahd. <i>riuti</i> = „urbar machen“</li></ul></li>
<li><a href="Flurname" title="Flurname">Flurnamen</a>: <i>Au, Bach, Ach, See, Berg, Feld, Wald, Forst, Heide, -moos, <a href="Trath" title="Trath">Trath</a></i>
<ul><li><a href="Bodenkunde" title="Bodenkunde">Bodenbeschaffenheit</a>: <i>Stein, Sand, Fels, Kies, Moor</i></li></ul></li>
<li>Besonderheiten:
<ul><li>Tiere: <i>Ber-, Hirsch-, Vogel(s)-, Eber-</i> (Vorkommen, soweit nicht Wappentier)</li>
<li>Baumarten: <i>Aich-, Esch-, Nuß-, Buche-</i>, siehe auch <a href="Liste_von_B%C3%A4umen_und_Str%C3%A4uchern_in_Mitteleuropa" title="Liste von Bäumen und Sträuchern in Mitteleuropa">Liste von Bäumen und Sträuchern in Mitteleuropa</a></li>
<li>Zahlwörter, Anzahlen von bestimmenden Objekten: <i>Zwei-, Zwi(e)-, Dri-, Fünf-, Neun-</i>, zum Beispiel <a href="Zweibr%C3%BCcken" title="Zweibrücken">Zweibrücken</a></li></ul></li>
<li>Wirtschaftliche Kennzeichen, teils auch als Gründungsname einer Siedlung zu einem vorhandenen Objekt:
<ul><li>Haupt- oder Zentral<a href="Geb%C3%A4ude" title="Gebäude">gebäude</a>: <i>Kirch-, -Burg, <a href="M%C3%BCnster_(Kirche)" title="Münster (Kirche)">Münster (Kirche)</a> oder Kloster, Schloss-, Pfalz-, -hof, -hausen</i></li>
<li><a href="Gewerbe" title="Gewerbe">Gewerbe</a>: <i>Mühl-, -hütte(n), -schlirf</i> oder <a href="Bodenschatz" title="Bodenschatz">Bodenschätze</a> oder deren Verarbeitung: <i>Eisen-, Erz-, Kupfer-, Gold-, Zinn-</i> usw., Salzvorkommen: <i>Hal-, Salz-, Sa(a)l-, Sol-</i> (<a href="Speisesalz" title="Speisesalz">Speisesalz</a>, <a href="Halogene" title="Halogene">Halogene</a>)</li>
<li><a href="Brunnen" title="Brunnen">Brunnen</a>: <i>-brunn</i>, <i>-quell</i>, <i>Pütz-</i> zum Beispiel <a href="P%C3%BCtzlohn" title="Pützlohn">Pützlohn</a>; <i>So(o)den</i> für salzhaltige Quellen (<a href="Bad_Sooden-Allendorf" title="Bad Sooden-Allendorf">Bad Sooden-Allendorf</a>, <a href="Bad_Soden" class="mw-disambig" title="Bad Soden">Bad Soden</a>)</li>
<li>Handelsplätze: <i>Kauf-, <a href="Liste_der_M%C3%A4rkte_in_Bayern" title="Liste der Märkte in Bayern">Markt-</a>, <a href="Samstag#Ortsnamen" title="Samstag">Samstag-</a>, -hafen, -haven</i></li>
<li><a href="Verkehrsweg" title="Verkehrsweg">Verkehrswege</a>: <i>Straß, Weg, -bruck, -<a href="Furt" title="Furt">furt</a></i></li>
<li><a href="Grenze" title="Grenze">Grenzen</a>: <i>Mark-</i> oder <i><a href="Hof_(Ortsname)" title="Hof (Ortsname)">Hof</a></i> (als Abgrenzung), <i>Grenz-</i>, auch <a href="Einfriedung" title="Einfriedung">Einfriedungen</a> wie <i>Kamp, Gatter, Hag</i></li>
<li><a href="Kulturlandschaft" title="Kulturlandschaft">Kulturland</a>: <i>Wiese, Feld, Alm, Acker</i>, bzw. <a href="Brache" title="Brache">Brachland</a> wie <i>Heide, <a href="Trath" title="Trath">Trath</a></i></li>
<li><a href="Ideologie" title="Ideologie">Ideologie</a>: zeitweise Umbenennungen wie <i><a href="Leningrad" class="mw-redirect" title="Leningrad">Leningrad</a>, <a href="Stalingrad" class="mw-redirect" title="Stalingrad">Stalingrad</a></i> oder <i><a href="Karl-Marx-Stadt" class="mw-redirect" title="Karl-Marx-Stadt">Karl-Marx-Stadt</a></i>. Als Neugründung wurde Wolfsburg 1938 unter dem NS-Regime als <i><a href="Stadt_des_KdF-Wagens_bei_Fallersleben" class="mw-redirect" title="Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben">Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben</a></i> benannt.</li></ul></li>
<li>Lagebezeichnungen (wenn nicht <a href="#Namenszusätze">Zusatz</a>, siehe unten):
<ul><li>Namen von <a href="Flie%C3%9Fgew%C3%A4sser" title="Fließgewässer">Fließgewässern</a>: <i>Oder-, Rhein-, Saar-, Weser-</i></li>
<li>Exposition: <i>Stein, Fels, -eck, -winkel</i></li>
<li>Qualitäten: <i>Schön(e)-, Lauter-, -öd</i>, auch <i>Sonn-, Licht(en)-, Dunkel-</i></li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Namenszusätze"><span id="Namenszus.C3.A4tze"></span>Namenszusätze</h3></div>
<p>Sie grenzen gegenüber nahegelegenen, ansonsten gleichnamigen Orten ab <i>(Groß-/Klein-, Alt-/Neu-, Hoch-/Ober-/Nieder-)</i> und werden meistens den anderen <i>Bestimmungswörtern</i> vorangestellt. Die Unterscheidung zu den Bestimmungswörtern ist dabei eher funktional als inhaltlich, so dass Elemente der oberen und unteren Listen zum Teil ausgetauscht werden können, zum Beispiel <a href="Markranst%C3%A4dt" title="Markranstädt">Markranstädt</a> (neben <a href="Altranst%C3%A4dt" title="Altranstädt">Altranstädt</a>) und <a href="Oldenburg_(Oldb)" title="Oldenburg (Oldb)">Oldenburg</a> (ohne nahegelegenes Gegenstück).
</p><p><b>Es gibt Unterscheidungen nach:</b>
</p>
<ul><li>Alter: <i>Alt(en)-, Alde(n)-, Old(en)-, Ohlen-, Star-</i> (slawisch „alt“); <i>Neu(en)-, Nau(en)-, Nein-, Nie(n)- (Nin-, Nenn-), Nova-</i> (slawisch „neu“)</li>
<li>Größe: <i>Groß(en)-, Gross(en)-, Grot(en)-, Groot-, Michel(n)-, Mecklen-; Klein-, Lütz(el)-, Lütten-, Lütjen- (Lütgen-), Lixen-</i></li>
<li>Höhe: <i>Hoch-, Hohen-, Hogen-, Ober-, Over- (Aver-), Auf-, Up- (Op-); Nieder-, Neder- (Neer-), Unter-, Sieden-</i> usw.</li>
<li>Region: <i>Hann.(oversch)-, Neckar-, Schwäbisch-, Hess.(isch)-</i></li>
<li>Richtung: <i>Nord(er)- (Noord-); Süd(er)- (Sund-, Sont-, Sud-, Sauer-); Ost(er)-/West(er)-; Hinter-/Vorder-, Inner-/Außer-,</i></li>
<li>Siedler: <i>Deutsch(en)-; Böhmisch-; Welsch(en)-, Wendisch- (Windisch-, Wenigen-)</i></li></ul>
<p>Auch der Zusatz <i>Klein-</i> kann auf eine slawische Siedlung neben einer deutschen Siedlung <i>(Groß-)</i> hinweisen. Dies erklärt sich über eine Übersetzungskette mit dem in mittelalterlichen Urkunden benutzen <a href="Latein" title="Latein">Latein</a>: Als Bezeichnung für Wenden wurde Wenigen verwendet, dieses übersetzt zu lateinisch <i>minor</i>, das später als <i>Klein-</i> wieder ins Deutsche zurückkam. Entlang der deutsch-slawischen Siedlungsgrenze des frühen und hohen Mittelalters finden sich sowohl Orte mit <i>Klein-</i> im Zusatz wie auch noch das ursprüngliche <i>Wenigen-</i>. Beispiele hierfür sind etwa <a href="Jena" title="Jena">Jena</a> und <a href="Wenigenjena" title="Wenigenjena">Wenigenjena</a> am gegenüberliegenden Saale-Ufer, <a href="Wenigens%C3%B6mmern" title="Wenigensömmern">Wenigensömmern</a> und <i>Großensömmern</i> (das heutige <a href="S%C3%B6mmerda" title="Sömmerda">Sömmerda</a>) oder <a href="Wenigentaft" title="Wenigentaft">Wenigentaft</a> und <a href="Gro%C3%9Fentaft" title="Großentaft">Großentaft</a> in der Rhön. Dazwischen liegen ebenfalls Orte wie <a href="Kleinbrembach" title="Kleinbrembach">Kleinbrembach</a> und <a href="Gro%C3%9Fbrembach" title="Großbrembach">Großbrembach</a> mit dem rückübersetzten <i>Klein-</i> als Namenszusatz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zusatzbezeichnungen">Zusatzbezeichnungen</h3></div>
<ul><li><a href="Sankt" title="Sankt">Sankt</a>, San, São, Saint, Sint, Santa, Sta., St.
<ul><li>Die amtliche Bezeichnung solcher Orte enthält normalerweise entweder das ausgeschriebene Wort (zum Beispiel <i>Sankt</i>) oder die Abkürzung (zum Beispiel <i>St.</i>). Umgangssprachlich und selbst im behördlichen Schriftverkehr und auf Ortstafeln wird jedoch oft auch die jeweils andere, nichtamtliche Version gebraucht.</li></ul></li>
<li><a href="Maria" title="Maria">Maria</a>. Speziell in den katholischen Gebieten gibt es <a href="Wallfahrtsort" title="Wallfahrtsort">Marienwallfahrtsorte</a>, wo dem Ortsnamen <i>Maria</i> vorgesetzt ist.</li>
<li><a href="Bad_(Kurort)" title="Bad (Kurort)">Bad (Kurort)</a>, eine Funktionsbezeichnung</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bei-_und_Übernamen"><span id="Bei-_und_.C3.9Cbernamen"></span><span id="Beinamen"></span> Bei- und Übernamen</h3></div>
<p>Eine Reihe von Städtenamen tauchten und tauchen im deutschen Sprachraum mehrmals auf, etwa <i><a href="M%C3%BChlhausen" title="Mühlhausen">Mühlhausen</a>/Mülhausen</i> oder <i><a href="Rotenburg" class="mw-disambig" title="Rotenburg">Rotenburg</a>/Rothenburg</i>. Der Städtename <i><a href="Neustadt_(Ortsname)" title="Neustadt (Ortsname)">Neustadt</a></i> ist gar mehrere Dutzend Mal vorhanden. Um in einer Zeit ohne offizielle Länderkennungen oder Postleitzahlen die Städte voneinander unterscheiden zu können,<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> erhielten sie <a href="Toponym" class="mw-redirect" title="Toponym">Toponyme</a> als Beinamen, mit denen über die zusätzliche Nennung von Flüssen (<a href="Maribor" title="Maribor">Marburg an der Drau</a>), Inseln (<a href="Burg_auf_Fehmarn" title="Burg auf Fehmarn">Burg auf Fehmarn</a>), Landesnamen (<a href="M%C3%BCnster" title="Münster">Münster in Westfalen</a>), Bergen (<a href="Neustadt_am_R%C3%BCbenberge" title="Neustadt am Rübenberge">Neustadt am Rübenberge</a>) oder Landschaften (<a href="Herzberg_am_Harz" title="Herzberg am Harz">Herzberg am Harz</a>) eine Unterscheidung ermöglicht werden sollte.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einigen Ländern besitzen manche Städte neben ihrem Ortsnamen noch einen zusätzlichen, <i>amtlich verwendeten</i> <a href="Beiname" title="Beiname">Beinamen</a>.
(siehe auch: <a href="Liste_der_St%C3%A4dte_und_Gemeinden_mit_Namenszusatz_in_Nordrhein-Westfalen" title="Liste der Städte und Gemeinden mit Namenszusatz in Nordrhein-Westfalen">Liste der Städte und Gemeinden mit Namenszusatz in Nordrhein-Westfalen</a>)
</p>
<ul><li><i><a href="Bundeshauptstadt" title="Bundeshauptstadt">Bundeshauptstadt</a></i> für <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>, <a href="Wien" title="Wien">Wien</a>, <i><a href="Bonn#Bundesstadt_(Standort_von_Bundesbehörden)" title="Bonn">Bundesstadt</a></i> für <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a> und <a href="Bern" title="Bern">Bern</a>; zwischen 1870 und 1945 trug Berlin den Titel <i><a href="Reichshauptstadt" title="Reichshauptstadt">Reichshauptstadt</a></i>, Wien zwischen 1804 und 1918 den Titel <i><a href="Kaiserlich-k%C3%B6niglich" title="Kaiserlich-königlich">k.k.</a>/<a href="Kaiserlich_und_k%C3%B6niglich" title="Kaiserlich und königlich">k.u.k.</a> <a href="Residenzstadt" title="Residenzstadt">Residenzstadt</a></i></li>
<li><i>Landeshauptstadt</i> für Hauptstadt eines <a href="Gliedstaat" title="Gliedstaat">Gliedstaates</a>, zum Beispiel <a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a> oder <a href="St._P%C3%B6lten" title="St. Pölten">St. Pölten</a></li></ul>
<p>Zu unterscheiden ist zwischen Namenszusätzen zur Vermeidung von Missverständnissen (zum Beispiel <a href="Haag_(Nieder%C3%B6sterreich)" title="Haag (Niederösterreich)"><i>Stadt</i> Haag</a>, <a href="New_York_City" title="New York City">New York <i>City</i></a>), offiziell geführten Beifügungen (wie in <a href="Hamburg" title="Hamburg"><i>Freie und Hansestadt</i> Hamburg</a>) und <a href="Beiname" title="Beiname">Beinamen</a> oder <a href="%C3%9Cbername" title="Übername">Übernamen</a>, in der Fachliteratur auch „Namenperiphrasen“ und „Namenmetaphern“ genannt, die nur zur Charakterisierung in Bezug auf eine touristische Relevanz und den „Klang“, mithin die Bedeutung oder Geschichte eines Ortes dienen, wie bei:
</p>
<ul><li><a href="Bangkok" title="Bangkok">Bangkok</a> – <i>Venedig des Ostens,</i> wegen der zahlreichen Wasserstraßen</li>
<li><a href="Bautzen" title="Bautzen">Bautzen</a> – <i>Sächsisches Nürnberg</i></li>
<li><a href="Beirut" title="Beirut">Beirut</a> – <i>Paris des Nahen Ostens</i></li>
<li><a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> – <i><a href="Spree-Athen" title="Spree-Athen">Spree-Athen</a></i></li>
<li><a href="Konstantinopel" title="Konstantinopel">Byzanz</a> – <i>Zweites Rom</i> oder <i>Rom des Ostens</i></li>
<li><a href="Chicago" title="Chicago">Chicago</a> – <i>The Windy City, Chi-City, Chi-Town</i></li>
<li><a href="Detroit" title="Detroit">Detroit</a> – <i>Motown, Motor City</i></li>
<li><a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a> – <i><a href="Elbflorenz" title="Elbflorenz">Elbflorenz</a></i></li>
<li><a href="Edinburgh" title="Edinburgh">Edinburgh</a> – <i>Athen des Nordens</i></li>
<li><a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a> – <i><a href="Mainhattan" title="Mainhattan">Mainhattan</a></i> oder <i><a href="Bankfurt" title="Bankfurt">Bankfurt</a></i></li>
<li><a href="Graz" title="Graz">Graz</a> – <i>Stadt der Volkserhebung</i><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (während der Zeit des <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a>)</li>
<li><a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a> – <i>Hoch im Norden</i> oder <i>Leuchte des Nordens</i></li>
<li><a href="Havanna" title="Havanna">Havanna</a> – <i>Perle der Karibik</i></li>
<li><a href="Bad_Honnef" title="Bad Honnef">Bad Honnef</a> – <i>Rheinisches Nizza</i></li>
<li><a href="Heringsdorf" title="Heringsdorf">Heringsdorf</a> – <i>Kaiserbad</i></li>
<li><a href="Husum" title="Husum">Husum</a> – <a href="Die_Stadt_(Gedicht)" title="Die Stadt (Gedicht)"><i>Graue Stadt am Meer</i></a></li>
<li><a href="Istanbul" title="Istanbul">Istanbul</a>, <a href="Skopje" title="Skopje">Skopje</a> – <i>Das Tor zum Orient</i></li>
<li><a href="Kiew" title="Kiew">Kiew</a> – <i>Mutter der russischen Städte</i> (Hauptstadt der <a href="Kiewer_Rus" title="Kiewer Rus">Kiewer Rus</a>, der Keimzelle des heutigen Russland)</li>
<li><a href="Krakau" title="Krakau">Krakau</a> – <i>Slawisches Rom</i></li>
<li><a href="Las_Vegas" title="Las Vegas">Las Vegas</a> – <i>Sin City</i> oder <i>The Entertainment Capital of the World</i></li>
<li><a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a> – <i><a href="Klein-Paris" title="Klein-Paris">Klein-Paris</a></i></li>
<li><a href="Linz" title="Linz">Linz</a> – <i>Stahlstadt</i>, übernommen in den Vereinsnamen <a href="Roller_Derby" title="Roller Derby">Steel City Rollers</a></li>
<li><a href="Mainz" title="Mainz">Mainz</a> – <i>Goldenes Mainz</i> (lat. <i>Aurea Moguntia</i>)</li>
<li><a href="Moskau" title="Moskau">Moskau</a> – <i><a href="Drittes_Rom" title="Drittes Rom">Drittes Rom</a></i></li>
<li><a href="M%C3%BCnchen" title="München">München</a> – <i>Die nördlichste Stadt Italiens</i> (mitunter auch für <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Köln</a> verwendet), umschreibend <i><a href="Weltstadt_mit_Herz" title="Weltstadt mit Herz">Weltstadt mit Herz</a></i>, <i>Millionendorf</i> und aus der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> <i><a href="Hauptstadt_der_Bewegung" title="Hauptstadt der Bewegung">Hauptstadt der Bewegung</a></i></li>
<li><a href="Neubrandenburg" title="Neubrandenburg">Neubrandenburg</a> – <i><a href="Neubrandenburger_Stadttore" title="Neubrandenburger Stadttore">Stadt der Vier Tore</a></i>, früher auch <i>Rothenburg des Nordens</i></li>
<li><a href="New_York_City" title="New York City">New York</a> – <i><a href="Big_Apple" title="Big Apple">Big Apple</a></i></li>
<li><a href="New_Orleans" title="New Orleans">New Orleans</a> – <i>The Big Easy</i> (oder auch <i>The Crescent City, The City That Care Forgot, NOLA</i>)</li>
<li><i>Neiße</i> – <a href="Nysa" title="Nysa">Nysa</a> – <i><a href="Athen_(Eponym)" title="Athen (Eponym)">Schlesisches Athen</a></i></li>
<li><a href="Prag" title="Prag">Prag</a> – <i>Goldene Stadt (Zlatá Praha), Stadt der hundert Türme</i></li>
<li><a href="Paris" title="Paris">Paris</a> – <i>Stadt der Liebe, Paname, Lichterstadt</i></li>
<li><a href="Passau" title="Passau">Passau</a> – Dreiflüssestadt</li>
<li><a href="Ravenna" title="Ravenna">Ravenna</a> – <i>Byzanz des Abendlandes</i> wegen der vielen Mosaiken nach byzantinischem Vorbild</li>
<li><a href="Riga" title="Riga">Riga</a> – <i>Paris des Nordens</i> (auch des Ostens, siehe unten)</li>
<li><a href="Rom" title="Rom">Rom</a> – <i>Ewige Stadt</i> und <i>Stadt der Sieben Hügel</i></li>
<li><a href="Ho-Chi-Minh-Stadt" title="Ho-Chi-Minh-Stadt">Saigon</a> – <i>Paris des Ostens, Perle des fernen Ostens</i></li>
<li><i>Wilna</i> – <a href="Vilnius" title="Vilnius">Vilnius</a> – <i>Jerusalem des Nordens</i></li>
<li><a href="Worms" title="Worms">Worms</a> – <i>Klein-Jerusalem</i></li></ul>
<p>Manche Bei- oder Übernamen sind für mehrere Städte möglich:
</p>
<ul><li><i>(Alte) Kaiserstadt:</i> <a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a> (war <a href="Aachener_K%C3%B6nigspfalz" title="Aachener Königspfalz">Pfalz</a> von <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl dem Großen</a>), <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> (war Hauptsitz der <a href="R%C3%B6misch-deutscher_Kaiser" title="Römisch-deutscher Kaiser">römisch-deutschen Kaiser</a> und der <a href="Kaiser_von_%C3%96sterreich" title="Kaiser von Österreich">österreichischen Kaiser</a>), <a href="Peking" title="Peking">Peking</a> (Sitz des <a href="Kaiserreich_China" title="Kaiserreich China">Kaisers von China</a>), <a href="Hu%E1%BA%BF" title="Huế">Huế</a> (Residenz der <a href="Nguy%E1%BB%85n-Dynastie" title="Nguyễn-Dynastie">Kaiser von Vietnam</a>)</li>
<li><i><a href="Venedig_des_Nordens" title="Venedig des Nordens">Venedig des Nordens</a>:</i> zum Beispiel: <a href="Sankt_Petersburg" title="Sankt Petersburg">Sankt Petersburg</a>, <a href="Stockholm" title="Stockholm">Stockholm</a>, <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a>, <a href="Br%C3%BCgge" title="Brügge">Brügge</a>, <a href="Amsterdam" title="Amsterdam">Amsterdam</a>, <a href="Emden" title="Emden">Emden</a>, <a href="Arendal" title="Arendal">Arendal</a>, <a href="Friedrichstadt" title="Friedrichstadt">Friedrichstadt</a>, <a href="Stralsund" title="Stralsund">Stralsund</a>, <a href="Edinburgh" title="Edinburgh">Edinburgh</a>, <a href="Miko%C5%82ajki" title="Mikołajki">Nikolaiken</a>, <a href="Giethoorn" title="Giethoorn">Giethoorn</a>, <a href="Papenburg" title="Papenburg">Papenburg</a></li>
<li><i>Paris des Ostens:</i> <a href="Budapest" title="Budapest">Budapest</a>, <a href="Warschau" title="Warschau">Warschau</a> (bis 1945), <a href="Riga" title="Riga">Riga</a>, <a href="Bukarest" title="Bukarest">Bukarest</a>, <a href="Irkutsk" title="Irkutsk">Irkutsk</a>, <a href="Sankt_Petersburg" title="Sankt Petersburg">Sankt Petersburg</a> und <a href="Ho-Chi-Minh-Stadt" title="Ho-Chi-Minh-Stadt">Saigon</a></li>
<li><i><a href="Europastadt" title="Europastadt">Europastadt</a>:</i> zum Beispiel <a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a>, <a href="Br%C3%BCssel" title="Brüssel">Brüssel</a>, <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a>, <a href="Stra%C3%9Fburg" title="Straßburg">Straßburg</a></li>
<li><i>Festspielstadt</i> für <a href="Bayreuther_Festspiele" title="Bayreuther Festspiele">Bayreuth</a> und <a href="Salzburger_Festspiele" title="Salzburger Festspiele">Salzburg</a>, die Städte klassischer Festspiele; neuerdings auch <a href="Baden-Baden" title="Baden-Baden">Baden-Baden</a>, <a href="Bad_Hersfelder_Festspiele" title="Bad Hersfelder Festspiele">Bad Hersfeld</a>, <a href="Willich" title="Willich">Willich</a>, <a href="Wittenberge" title="Wittenberge">Wittenberge</a>, <a href="Worms" title="Worms">Worms</a> aus Vermarktungsgründen</li>
<li><i><a href="Mozartstadt" title="Mozartstadt">Mozartstadt</a>:</i> nach dem Komponisten <a href="Wolfgang_Amadeus_Mozart" title="Wolfgang Amadeus Mozart">Wolfgang Amadeus Mozart</a></li>
<li><i>Messestadt</i> als Hinweis auf hochrangige <a href="Messe_(Wirtschaft)" title="Messe (Wirtschaft)">Messen</a> (zum Beispiel für <a href="Leipziger_Messe" title="Leipziger Messe">Leipzig</a>)</li>
<li><i>Schwäbisches Potsdam</i> für <a href="Ludwigsburg" title="Ludwigsburg">Ludwigsburg</a> (Garnisonsstadt des Königreichs Württemberg)</li>
<li><i><a href="Residenzstadt" title="Residenzstadt">Residenzstadt</a></i></li>
<li><i>. . . Rothenburg:</i> Viele Orte mit <a href="Historischer_Stadtkern" title="Historischer Stadtkern">historischem Stadtkern</a> unterstreichen die (angebliche) Ähnlichkeit mit <a href="Rothenburg_ob_der_Tauber" title="Rothenburg ob der Tauber">Rothenburg ob der Tauber</a> (zum Beispiel <i>westfälisches Rothenburg</i> <a href="Westerholt_(Herten)" title="Westerholt (Herten)">Herten-Westerholt</a>)<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Universit%C3%A4tsstadt" title="Universitätsstadt">Universitätsstadt</a></li></ul>
<p>Darüber hinaus schmücken sich auch bisweilen kleinere Ortschaften mit klangvollen Beinamen, die meist von regionalen Vorzügen, Wirtschaftsschwerpunkten oder berühmten Persönlichkeiten abgeleitet werden, zum Beispiel <i><a href="Ernst_Barlach" title="Ernst Barlach">Barlach</a>stadt</i> <a href="G%C3%BCstrow" title="Güstrow">Güstrow</a>, <i>Fischerstadt</i> <a href="Lassan" title="Lassan">Lassan</a>, <i>Fuggerstadt</i> <a href="Augsburg" title="Augsburg">Augsburg</a>, <i><a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">Händel</a>stadt</i> <a href="Halle_(Saale)" title="Halle (Saale)">Halle</a>, <i><a href="Lessingstadt" title="Lessingstadt">Lessingstadt</a></i>, <i><a href="Thomas-M%C3%BCntzer-Stadt" class="mw-redirect" title="Thomas-Müntzer-Stadt">Thomas-Müntzer-Stadt</a></i>, <i>Spargelstadt</i> <a href="Beelitz" title="Beelitz">Beelitz</a>, <i><a href="Fritz_Reuter" title="Fritz Reuter">Reuter</a>stadt</i> <a href="Stavenhagen" title="Stavenhagen">Stavenhagen</a>, <i><a href="Lutherstadt" title="Lutherstadt">Lutherstadt</a></i> (Wirkungsstätten von <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luther</a>), <i><a href="Hansestadt" title="Hansestadt">Hanse</a></i>- oder <i><a href="Marzipan" title="Marzipan">Marzipan</a>stadt</i> <a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a>, <i><a href="Nibelungensage" title="Nibelungensage">Nibelungen</a>stadt</i> <a href="Worms" title="Worms">Worms</a>, <i><a href="Till_Eulenspiegel" title="Till Eulenspiegel">Eulenspiegel</a>stadt</i> <a href="M%C3%B6lln" title="Mölln">Mölln</a>, <i><a href="Volkswagen" title="Volkswagen">Volkswagen</a>stadt</i> <a href="Wolfsburg" title="Wolfsburg">Wolfsburg</a>, <i><a href="Babenberger" title="Babenberger">Babenberger</a>stadt</i> <a href="M%C3%B6dling" title="Mödling">Mödling</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Amtliche_Ortsnamen">Amtliche Ortsnamen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<p>Die Bildung oder Änderung von Ortsnamen fällt aufgrund von <a href="Rechtsnorm" title="Rechtsnorm">Rechtsnormen</a> in die Zuständigkeit der Bundesländer. Die Änderung eines Gemeindenamens wird vom <a href="Gemeinderat_(Deutschland)" title="Gemeinderat (Deutschland)">Gemeinderat</a> beschlossen. Amtliche Ortsnamen müssen durch die jeweiligen Länderbehörden (zumeist Innenministerium, aber auch staatliche Mittelinstanz als Aufsichtsbehörde) genehmigt werden. Namenszusätze sind zulässig, wenn sie unter anderem der Unterscheidung dienen wie bei <a href="Neustadt_in_Holstein" title="Neustadt in Holstein">Neustadt in Holstein</a>, <a href="Neustadt_an_der_Weinstra%C3%9Fe" title="Neustadt an der Weinstraße">Neustadt an der Weinstraße</a>, <a href="Neustadt_in_Sachsen" title="Neustadt in Sachsen">Neustadt in Sachsen</a> etc. Einige Gemeinden haben Abkürzungen, Schrägstriche oder Klammern im Namen wie <a href="Frankfurt_(Oder)" title="Frankfurt (Oder)">Frankfurt (Oder)</a>, <a href="Hann._M%C3%BCnden" title="Hann. Münden">Hann. Münden</a>, <a href="Nienburg/Weser" title="Nienburg/Weser">Nienburg/Weser</a> oder <a href="Oldenburg_(Oldb)" title="Oldenburg (Oldb)">Oldenburg (Oldb)</a>. Die Schreibweisen werden meist in <a href="Hauptsatzung" title="Hauptsatzung">Hauptsatzungen</a> festgeschrieben.
</p><p>Amtlich genehmigte, aber auch nichtgenehmigte <a href="Beiname" title="Beiname">Beinamen</a> und Kennzeichnungen sind beispielsweise:
</p>
<ul><li><i><a href="Bad_(Kurort)" title="Bad (Kurort)">Bad</a></i>, gesetzlich geregelt und dann ein Bestandteil des amtlichen Namens. Er wird nur an <a href="Heilbad" title="Heilbad">Heilbäder</a> vergeben, wenn bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllt werden. Der Titel kann erteilt und auch wieder entzogen werden. Die Stadt <a href="Aachen" title="Aachen">Aachen</a> verzichtet auf das ihr rechtlich zustehende <i>Bad</i> im Namen, um ihren vordersten Platz in alphabetischen Auflistungen zu behalten. In den Namen der Städte <a href="Baden-Baden" title="Baden-Baden">Baden-Baden</a> und <a href="Wiesbaden" title="Wiesbaden">Wiesbaden</a> sind diese <a href="Titel_(Recht)" title="Titel (Recht)">Titulierungen</a> verflochten, um Dopplungen zu vermeiden.</li>
<li><a href="Hansestadt" title="Hansestadt">Hansestadt</a> für Orte, die Mitglied der <a href="Hanse" title="Hanse">Hanse</a> waren</li>
<li><a href="Universit%C3%A4tsstadt" title="Universitätsstadt">Universitätsstadt</a>, zum Beispiel <a href="T%C3%BCbingen" title="Tübingen">Tübingen</a>, <a href="G%C3%B6ttingen" title="Göttingen">Göttingen</a>, <a href="Heidelberg" title="Heidelberg">Heidelberg</a></li>
<li>Bundesstadt für <a href="Bonn" title="Bonn">Bonn</a>, die von 1949 bis 1990 <a href="Bundeshauptstadt" title="Bundeshauptstadt">Bundeshauptstadt</a> war und nach dem <a href="Hauptstadtbeschluss" title="Hauptstadtbeschluss">Hauptstadtbeschluss</a> noch heute Sitz vieler Bundeseinrichtungen und Teilen von Ministerien ist</li>
<li><a href="Lutherstadt" title="Lutherstadt">Lutherstädte</a> (<a href="Lutherstadt_Eisleben" title="Lutherstadt Eisleben">Lutherstadt Eisleben</a>, <a href="Mansfeld#Mittelalter" title="Mansfeld">Mansfeld-Lutherstadt</a>, <a href="Lutherstadt_Wittenberg" title="Lutherstadt Wittenberg">Lutherstadt Wittenberg</a>) nach <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luther</a></li>
<li><a href="Olympiastadt" title="Olympiastadt">Olympiastadt</a> für ehemalige und aktuelle Austragungsorte der <a href="Olympische_Spiele" title="Olympische Spiele">Olympischen Spiele</a></li>
<li><a href="Wissenschaftsstadt" title="Wissenschaftsstadt">Wissenschaftsstadt</a> für <a href="Straubing" title="Straubing">Straubing</a>, <a href="Darmstadt" title="Darmstadt">Darmstadt</a>, <a href="F%C3%BCrth" title="Fürth">Fürth</a> und <a href="Burghausen" title="Burghausen">Burghausen</a></li>
<li><a href="Documenta" title="Documenta">documenta</a>-Stadt für <a href="Kassel" title="Kassel">Kassel</a>, nach der Kunstausstellung</li>
<li>Friedensstadt <a href="Osnabr%C3%BCck" title="Osnabrück">Osnabrück</a>, nach dem <a href="Westf%C3%A4lischer_Friede" title="Westfälischer Friede">Westfälischen Frieden</a>, der den Dreißigjährigen Krieg beendete</li>
<li>Sickingenstadt <a href="Landstuhl" title="Landstuhl">Landstuhl</a>, bezogen auf das Geschlecht der <a href="Sickingen_(Adelsgeschlecht)" title="Sickingen (Adelsgeschlecht)">Sickinger</a> (<a href="Franz_von_Sickingen" title="Franz von Sickingen">Franz von Sickingen</a>)</li>
<li>Nationalparkstadt <a href="Schwedt/Oder" title="Schwedt/Oder">Schwedt/Oder</a></li>
<li>Hochschulstadt <a href="Rosenheim" title="Rosenheim">Rosenheim</a></li></ul>
<p>Zunehmend populär wird ein Namenszusatz, der auf den berühmtesten Sohn der Stadt verweist:
</p>
<ul><li>Brüder-Grimm-Stadt <a href="Hanau" title="Hanau">Hanau</a></li>
<li>Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt <a href="Butzbach" title="Butzbach">Butzbach</a></li>
<li>Konrad-Zuse-Stadt <a href="H%C3%BCnfeld" title="Hünfeld">Hünfeld</a></li>
<li>Philipp-Soldan-Stadt <a href="Frankenberg_(Eder)" title="Frankenberg (Eder)">Frankenberg (Eder)</a></li>
<li>Theodor-Mommsen-Stadt <a href="Garding#Söhne_und_Töchter_der_Stadt" title="Garding">Garding</a></li>
<li>Hans-Staden-Stadt <a href="Wolfhagen" title="Wolfhagen">Wolfhagen</a></li>
<li>Böckstiegelstadt <a href="Werther_(Westf.)" title="Werther (Westf.)">Werther</a></li>
<li>Büchnerstadt <a href="Riedstadt" title="Riedstadt">Riedstadt</a></li>
<li>Kolpingstadt <a href="Kerpen" title="Kerpen">Kerpen</a></li>
<li>Münchhausenstadt <a href="Bodenwerder" title="Bodenwerder">Bodenwerder</a></li>
<li>Reuterstadt <a href="Stavenhagen" title="Stavenhagen">Stavenhagen</a></li>
<li>Schliemannstadt <a href="Neubukow" title="Neubukow">Neubukow</a></li>
<li>Widukindstadt <a href="Enger" title="Enger">Enger</a></li></ul>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Namenszusatz#Geographie" title="Namenszusatz">Namenszusatz#Geographie</a></i></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_der_St%C3%A4dte_und_Gemeinden_mit_Namenszusatz_in_Nordrhein-Westfalen" title="Liste der Städte und Gemeinden mit Namenszusatz in Nordrhein-Westfalen">Liste der Städte und Gemeinden mit Namenszusatz in Nordrhein-Westfalen</a> und <a href="Stadt-Ehrentitel_der_NS-Zeit" title="Stadt-Ehrentitel der NS-Zeit">Stadt-Ehrentitel der NS-Zeit</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<p>Für allgemeines geografische Namensgut sind das <i><a href="Ortsverzeichnis_(%C3%96sterreich)" title="Ortsverzeichnis (Österreich)">Ortsverzeichnis</a></i> (OVZ) der <a href="Statistik_Austria" title="Statistik Austria">Statistik Austria</a> (STAT, ehem. ÖSTAT), die <i><a href="%C3%96sterreichische_Karte" title="Österreichische Karte">Österreichische Karte</a> 1:50.000</i> (ÖK50) und die Datenbank <i><a href="GEONAM_%C3%96sterreich" title="GEONAM Österreich">GEONAM Österreich</a></i> des <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Eich-_und_Vermessungswesen" title="Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen">Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen</a> (BEV) vorhanden. Deren Daten werden im Rahmen von <a href="Volksz%C3%A4hlung" title="Volkszählung">Volkszählungen</a> (STAT), und über Nachfrage bei den Gemeinden (BEV) ermittelt.<sup id="cite_ref-OEROK_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-OEROK-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Amtlicher_Ortsname">Amtlicher Ortsname</h4></div>
<p>Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem Ortsnamen einer <i>Gemeinde</i>, der <i>Ortschaft</i>, einer <i>Siedlung</i> (Ort im allgemeinen Sinne) und einer <i>Katastralgemeinde</i>:
</p>
<ul><li>der <i><a href="Gemeinde_(%C3%96sterreich)" title="Gemeinde (Österreich)">Gemeindename</a></i> – als <a href="Gebietsk%C3%B6rperschaft_(%C3%96sterreich)" title="Gebietskörperschaft (Österreich)">Gebietskörperschaft</a> und <a href="Rechtsf%C3%A4higkeit_(Deutschland)" title="Rechtsfähigkeit (Deutschland)">Rechtsperson</a> – obliegt der <a href="Kommunalverwaltung" title="Kommunalverwaltung">Kommunalverwaltung</a> selbst, und wird mit <a href="Gemeinderat_(%C3%96sterreich)" title="Gemeinderat (Österreich)">Gemeinderats</a>beschluss vom <a href="B%C3%BCrgermeister" title="Bürgermeister">Bürgermeister</a> festgesetzt, und muss von der jeweiligen <a href="Land_(%C3%96sterreich)" title="Land (Österreich)">Landesregierung</a> bestätigt werden. Zu der Festlegung der Gemeindenamen gehört auch die Schreibweise, die bei Abkürzungen verschieden sein können (wie Sankt oder St.) oder Änderungen bei Rechtschreibreformen (ß oder ss) wesentlich sein können. Gemeinden tragen in der amtlichen Statistik eine fünfstellige <i><a href="Amtlicher_Gemeindeschl%C3%BCssel" title="Amtlicher Gemeindeschlüssel">Gemeindekennziffer</a></i> (GKZ) – es gibt etwa 2.100 Gemeinden.</li>
<li>der <i>Name der <a href="Ortschaft" title="Ortschaft">Ortschaft</a></i> – als stadtplanerischer Region – wird seitens der <a href="Amtliche_Statistik" title="Amtliche Statistik">amtlichen Statistik</a> der Statistik Austria (STAT) rechtsverbindlich erfasst, sie tragen eine fünfstellige <i>Ortschaftkennziffer</i> (OKZ) innerhalb der Gemeindekennziffer,<sup id="cite_ref-Gemeinden_mit_Ortschaften_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Gemeinden_mit_Ortschaften-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – es gibt etwa 17.230 registrierte Ortschaften</li>
<li><i>Siedlungsnamen</i> im eigentlichen Sinne – als geschlossenes Siedlungsgebiet/<a href="Ortsgebiet" title="Ortsgebiet">Ortsgebiet</a>, sie können auch <a href="Weiler" title="Weiler">Weiler</a>/Rotten (bis zehn Häuser), Einöden (bis drei Wohnstätten) bis hin zu Einzelgebäuden darstellen – werden von der Datenbank <a href="GEONAM_%C3%96sterreich" title="GEONAM Österreich">GEONAM Österreich</a> erfasst</li>
<li>die <i><a href="Katastralgemeinde" title="Katastralgemeinde">Katastralgemeinde</a></i> ist ein Subjekt des <a href="Grundbuch" title="Grundbuch">Grundbuchs</a> bzw. des <a href="Kataster" title="Kataster">Liegenschaftskatasters</a>, in dem sie unwiderruflich verschriftlicht ist. Sie tragen eine fünfstellige <i>Katastralgemeindenummer</i> (KGNR) und werden vom <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Eich-_und_Vermessungswesen" title="Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen">Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen</a> geführt.</li>
<li><i><a href="Stadtviertel" title="Stadtviertel">Stadtviertel</a> (<a href="Ortsteil" title="Ortsteil">Stadtteile</a>, <a href="Stadtbezirk" class="mw-redirect" title="Stadtbezirk">Stadtbezirke</a>)</i> sind ein stadtplanerisches Element, deren Einteilung der jeweiligen Stadtverwaltung unterliegt: Sie können sich gänzlich von den Katastralgliederungen unterscheiden.</li>
<li>daneben gibt es noch zwei Verwaltungsgliederungen in Österreich, die der <i><a href="Gerichtsbezirk" title="Gerichtsbezirk">Gerichtsbezirke</a></i> und ihrer Sprengel, und der <i><a href="Wahlsprengel" title="Wahlsprengel">Wahlsprengel</a></i>, die zu weiterem abweichendem Namensgut der Örtlichkeiten führen können.</li></ul>
<p>Daher können dort, wo in einer Gemeinde der <a href="Hauptort" title="Hauptort">Hauptort</a> als Ortschaft und Katastralgemeinde registriert ist, die amtlichen Namen abweichen:
</p>
<ul><li>So heißt etwa in der Gemeinde <i><a href="Ru%C3%9Fbach_am_Pa%C3%9F_Gsch%C3%BCtt" title="Rußbach am Paß Gschütt">Rußbach am Paß Gschütt</a></i> die einzige Katastralgemeinde <i>Rußbach,</i> der dort befindliche Hauptort <i>Rußbachsaag</i>. Einen „Ort“ namens Rußbach gibt es nicht.</li></ul>
<p>Die Katastralgemeinden werden bei <a href="Eingemeindung" title="Eingemeindung">Ein- und Umgemeindungen</a> unter Umständen verlegt – die Ortschaften natürlich nicht: Werden Katastralgemeinden in diesem Vorgang geteilt, behalten sie oft den Namen, und werden dann <a href="R%C3%B6mische_Zahlschrift" title="Römische Zahlschrift">römisch</a> genummert:
</p>
<ul><li>So heißen die beiden Hauptorte der zusammengelegten Gemeinde <i><a href="Wals-Siezenheim" title="Wals-Siezenheim">Wals-Siezenheim</a></i> bei Salzburg <i>Wals</i> und <i>Siezenheim</i>, die dortigen Katastralgemeinden wurden nicht zusammengelegt und heißen <i>Wals I</i> und <i>Siezenheim I</i>, die Katastralgemeinden <i>Wals II</i> und <i>Siezenheim II</i> sind die jeweils zusammengefassten Grundstücke, die vom Gemeindegebiet abgetrennt wurden, und jetzt zur Stadt <a href="Salzburg" title="Salzburg">Salzburg</a> gehören.</li></ul>
<p>Bei Gemeindezusammenlegungen oder Eingemeindungen bleiben in den meisten Fällen die ursprünglichen Katastralgemeinden, auch in den größeren Städten, weiter bestehen: Dort tritt das Element des <i>Stadtviertels</i> als stadtplanerisches Element hinzu: Die Stadt <a href="Linz" title="Linz">Linz</a> etwa gliedert sich in 13 <i>Katastralgemeinden,</i> aber neun <i>Stadtteile</i> (sämtlich namentlich auch als KG zu finden) und 36 <i>statistische Bezirke</i>. In <a href="Wien" title="Wien">Wien</a>, das zusätzlich in <a href="Wiener_Gemeindebezirke" title="Wiener Gemeindebezirke">Gemeindebezirke</a> – eine nur hier bestehende Verwaltungsgliederung – unterteilt ist, sind die Örtlichkeitsnamen noch komplexer.
</p><p>In den letzten Jahren wurden die Gemeindenamen, und zunehmend auch die der Orte, dahingehend umgestellt, dass sie innerhalb Österreichs ausnahmslos eindeutig sind, oft (in Analogie zu tradiertem Namensgut wie <i><a href="Zell_am_See" title="Zell am See">Zell am See</a></i> und <i><a href="Zell_am_Moos" title="Zell am Moos">Zell am Moos</a></i> im Land Salzburg) auch über die Landesgrenzen hinaus durch Beifügung eines kennzeichnenden Beinamens wie <i><a href="Neumarkt_im_Hausruckkreis" title="Neumarkt im Hausruckkreis">Neumarkt im Hausruckkreis</a></i> (OÖ), <i><a href="Neumarkt_in_Steiermark" title="Neumarkt in Steiermark">Neumarkt in Steiermark</a>,</i> manche auch zur Unterscheidung gegenüber Orten anderer Staaten (meist der deutschsprachigen Nachbarregionen Südtirol, Ostschweiz, Bayern). Mit Stand 2018 gibt es nur mehr drei Fälle gleichnamiger Gemeinden (mit <a href="Amtlicher_Gemeindeschl%C3%BCssel" title="Amtlicher Gemeindeschlüssel">amtlichem Gemeindeschlüssel</a>):
</p>
<ul><li>32315 <a href="Krumbach_(Nieder%C3%B6sterreich)" title="Krumbach (Niederösterreich)">Krumbach (Niederösterreich)</a> und 80221 <a href="Krumbach_(Vorarlberg)" title="Krumbach (Vorarlberg)">Krumbach (Vorarlberg)</a></li>
<li>20624 <a href="M%C3%BChldorf_(K%C3%A4rnten)" title="Mühldorf (Kärnten)">Mühldorf (Kärnten)</a> und 31330 <a href="M%C3%BChldorf_(Nieder%C3%B6sterreich)" title="Mühldorf (Niederösterreich)">Mühldorf (Niederösterreich)</a></li>
<li>31843 <a href="Warth_(Nieder%C3%B6sterreich)" title="Warth (Niederösterreich)">Warth (Niederösterreich)</a> und 80239 <a href="Warth_(Vorarlberg)" title="Warth (Vorarlberg)">Warth (Vorarlberg)</a></li></ul>
<p>Daneben haben sich zahlreiche Gemeinden auch Beinamen gegeben, die gar nicht zur Abgrenzung, sondern näheren landschaftlichen Bestimmung des Orts dienen, so die Kärntner Landeshauptstadt <i><a href="Klagenfurt_am_W%C3%B6rthersee" title="Klagenfurt am Wörthersee">Klagenfurt am Wörthersee</a></i>, oder die <a href="Attersee" title="Attersee">Atterseegemeinden</a>, die sich alle zusammen <i>am Attersee</i> beigefügt haben, auch die Gemeinde <i><a href="Attersee_am_Attersee" title="Attersee am Attersee">Attersee am Attersee</a></i>.
</p><p>Die Namen der Katastralgemeinden (Grundbuch) und auch die Beschriftung der <a href="Ortstafel" title="Ortstafel">Ortstafeln</a> (nach <a href="Stra%C3%9Fenverkehrsordnung_1960" title="Straßenverkehrsordnung 1960">StVO</a>, die sich als Ortsgebiet auf den Ortschaftsbegriff beziehen) haben diese Entwicklung teilweise nicht mitgemacht, und die unterschiedlichen rechtlichen Bezüge sind auch die Ursache des Kärntner <a href="Ortstafelstreit" title="Ortstafelstreit">Ortstafelstreits</a> um die slowenischen Namen.
</p><p>In diesem Zuge wurden auch in manchen Bundesländern die Gemeindenamen auf <i><a href="Sankt" title="Sankt">Sankt</a></i> vereinheitlicht, die Katastral- und Ortschaftsnamen lauten unter Umständen noch auf <i>St.</i> abgekürzt (zum Beispiel Gemeinde: <i><a href="Sankt_Georgen_bei_Salzburg" title="Sankt Georgen bei Salzburg">Sankt Georgen bei Salzburg</a>,</i> KG: <i>St. Georgen</i>, Ortschaft: <i>St. Georgen bei Salzburg</i>).
</p><p>Die Usancen des amtlichen Gebrauchs der Abkürzung sind nach Bundesland verschieden: So ist <i><a href="St._Christoph_am_Arlberg" title="St. Christoph am Arlberg">St. Christoph am Arlberg</a></i> nur so bei <a href="GEONAM_%C3%96sterreich" title="GEONAM Österreich">GEONAM Österreich</a> (und online bei <a href="AMAP_Austria#AMAP" class="mw-redirect" title="AMAP Austria">AMAP</a>) zu finden, aber im Tiroler Landesserver <i>Tiris</i> nur unter <i>Sankt Christoph am Arlberg</i> eingetragen (Adressen: <i>St. Christoph</i>).
</p><p>Der einzige amtlich geklammerte Gemeindename Österreichs ist <i><a href="Sankt_Josef_(Weststeiermark)" title="Sankt Josef (Weststeiermark)">Sankt Josef (Weststeiermark)</a></i><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, sonst findet man nur sprachliche Formen <i>(in, im, bei)</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Beinamen_von_Orten">Beinamen von Orten</h4></div>
<p>In Österreich ist der Zusatz <i><a href="Bad_(Kurort)" title="Bad (Kurort)">Bad</a></i>, ebenso wie <i>Sankt</i>, ein Bestandteil des amtlichen Namens, der von der jeweiligen Landesregierung vergeben wird. Er wird an Heilbäder, Thermalbäder, Luftkurorte etc. vergeben. <i><a href="Aflenz_Kurort" title="Aflenz Kurort">Aflenz Kurort</a></i> nennt sich als Gemeindename so, sonst besteht auch die Berechtigung, Erholungsdorf als Zusatzbezeichnung zu führen.
</p><p>Vereinzelt findet sich etwa <i>Stadt</i> als Namensbestandteil (<a href="Stadt_Haag" class="mw-redirect" title="Stadt Haag">Stadt Haag</a>), oder <i>Dorf </i>(<a href="Dorfgastein" title="Dorfgastein">Dorfgastein</a>). <a href="Wien" title="Wien">Wien</a> nennt sich <i>Bundeshauptstadt</i>, <a href="St._P%C3%B6lten" title="St. Pölten">St. Pölten</a>, die neue Hauptstadt Niederösterreichs, ausdrücklich <i>Landeshauptstadt</i>. <a href="Salzburg" title="Salzburg">Salzburg</a> nennt sich als Stadtverwaltung selbst <i>Stadt Salzburg</i>, um sich von der Landesregierung des gleichnamigen Bundeslandes <i>(<a href="Land_Salzburg" title="Land Salzburg">Land Salzburg</a>)</i> zu unterscheiden. Die burgenländischen <a href="Statutarstadt_(%C3%96sterreich)" title="Statutarstadt (Österreich)">Statutarstädte</a> (ein alter <a href="Stadtrecht" title="Stadtrecht">stadtrechtlicher</a> Begriff) <a href="Eisenstadt" title="Eisenstadt">Eisenstadt</a> und <a href="Rust_(Burgenland)" title="Rust (Burgenland)">Rust</a> tragen aber schon seit <a href="Ungarn" title="Ungarn">ungarischer</a> Zeit traditionell den gültigen, aber nicht namentlich geführten Beinamen <i>Freistadt</i> (nicht zu verwechseln mit <a href="Freistadt" title="Freistadt">Freistadt</a> OÖ).
</p><p>Sonst sind offizielle Städtebeinamen unüblich, nicht zuletzt wegen der <a href="Stadt-Ehrentitel_der_NS-Zeit" title="Stadt-Ehrentitel der NS-Zeit">Erfahrungen während des NS-Zeit</a> (<i>Stadt der Reichsparteitage</i> etc.).
</p><p>Zu der Schreibweise der Gemeindenamen von Sankt ist zu bemerken, dass diese in Österreich von Bundesland zu Bundesland variiert, ob der Zusatz <i>Sankt</i> <i>St.</i> als amtliche Schreibweise verwendet wird. Das muss nicht bei Orts- oder Siedlungsnamen zutreffen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kurioses">Kurioses</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Häufige_Ortsnamen"><span id="H.C3.A4ufige_Ortsnamen"></span>Häufige Ortsnamen</h3></div>
<p>Zu den häufigsten Ortsnamen im deutschen Sprachraum zählen <a href="Hausen_(Ortsname)" title="Hausen (Ortsname)">Hausen</a>, <a href="Neukirchen" class="mw-disambig" title="Neukirchen">Neukirchen</a>, <a href="Neustadt_(Ortsname)" title="Neustadt (Ortsname)">Neustadt</a> und <a href="M%C3%BChlhausen" title="Mühlhausen">Mühlhausen</a>; zu den häufigsten Ortsnamen in Österreich zählen <a href="Berg_(Ortsname)" title="Berg (Ortsname)">Berg</a>, <a href="Hof_(Ortsname)" title="Hof (Ortsname)">Hof</a>, <a href="Bach_(Begriffskl%C3%A4rung)" class="mw-disambig" title="Bach (Begriffsklärung)">Bach</a>, <a href="Sankt_Georgen" class="mw-disambig" title="Sankt Georgen">Sankt Georgen</a> und <a href="St._Peter_(Ortsname)" title="St. Peter (Ortsname)">St. Peter</a> sowie <a href="Neusiedl" class="mw-disambig" title="Neusiedl">Neusiedl</a>.
</p><p>In den USA kommt der Name <a href="Franklin" class="mw-disambig" title="Franklin">Franklin</a> am häufigsten vor (siehe <a href="Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Feren_St%C3%A4dte_in_den_Vereinigten_Staaten#Häufigste_Stadtnamen" title="Liste der größeren Städte in den Vereinigten Staaten">Liste der größeren Städte in den Vereinigten Staaten#Häufigste Stadtnamen</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lange_und_kurze_Ortsnamen">Lange und kurze Ortsnamen</h3></div>
<p>Die <i>längste</i> Ortsbezeichnung<sup id="cite_ref-Kurioses_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kurioses-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> besitzt ein neuseeländischer Hügel namens <i><a href="Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu" title="Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu">Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapikimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahu</a></i> (83 Zeichen), überboten vom selten verwendeten zeremoniellen Namen von Bangkok, <i><a href="Bangkok" title="Bangkok">Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit</a></i> (168 Zeichen ohne Leerzeichen, 21 Wörter).<sup id="cite_ref-Anm._Guines-Rekord_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Anm._Guines-Rekord-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Europas längsten Ortsnamen trägt die walisische Ortschaft <i><a href="Llanfairpwllgwyngyll" title="Llanfairpwllgwyngyll">Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch</a></i> (58 Zeichen), wobei diese eine Städtepartnerschaft mit dem niederländischen Dorf <a href="Ie_(Noardeast-Frysl%C3%A2n)" title="Ie (Noardeast-Fryslân)">Ie</a> und dem französischen Dorf <a href="Y_(Somme)" title="Y (Somme)">Y</a> einging.
</p><p><i><a href="Pfaffenschlag_bei_Waidhofen_an_der_Thaya" title="Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya">Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya</a></i> ist mit 40 Zeichen (auch der mit den meisten Wörtern)<sup id="cite_ref-anm_AT-lang_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-anm_AT-lang-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Österreichs längster Gemeindename. In der Schweiz ist <i><a href="Niederhelfenschwil" title="Niederhelfenschwil">Niederhelfenschwil</a></i> (18) der längste Gemeindename in einem Wort, am meisten Zeichen hat <i><a href="Rudolfstetten-Friedlisberg" title="Rudolfstetten-Friedlisberg">Rudolfstetten-Friedlisberg</a></i> (26).
</p><p>Der längste Name einer Gemeinde in Deutschland ist <i><a href="Hellschen-Heringsand-Unterschaar" title="Hellschen-Heringsand-Unterschaar">Hellschen-Heringsand-Unterschaar</a></i> (32 Zeichen), der längste Gemeindename in Deutschland in einem Wort ist <i><a href="Heiligenstedtenerkamp" title="Heiligenstedtenerkamp">Heiligenstedtenerkamp</a></i> (21), die längste Bindestrichschreibweise von Gemeinde- und Hauptortsname ist <i><a href="Michelbach_an_der_Bilz" title="Michelbach an der Bilz">Michelbach an der Bilz</a>-Gschlachtenbretzingen</i> (44), noch länger ist <i>Gallmersgarten-<a href="Steinach_bei_Rothenburg_ob_der_Tauber" title="Steinach bei Rothenburg ob der Tauber">Steinach bei Rothenburg ob der Tauber</a></i> (52). Lange Namen von Ortsteilen sind <i>Schmedeswurtherwesterdeich</i> (26), Ortsteil der Gemeinde <a href="Schmedeswurth" title="Schmedeswurth">Schmedeswurth</a> im <a href="Kreis_Dithmarschen" title="Kreis Dithmarschen">Kreis Dithmarschen</a> und <i><a href="Gotthelffriedrichsgrund" title="Gotthelffriedrichsgrund">Gotthelffriedrichsgrund</a></i> (23), Ortsteil der Gemeinde <a href="Reinsberg_(Sachsen)" title="Reinsberg (Sachsen)">Reinsberg</a> im <a href="Landkreis_Mittelsachsen" title="Landkreis Mittelsachsen">Landkreis Mittelsachsen</a>.
</p><p>Die <i>kürzesten</i> Ortsbezeichnungen:<sup id="cite_ref-Kurioses_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kurioses-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><i>Einbuchstabige</i> Ortsnamen sind sehr selten:
<ul><li>In Frankreich gibt es ein Dorf namens <i><a href="Y_(Somme)" title="Y (Somme)">Y</a></i>. Y liegt im gleichen Département wie <a href="Saint-Quentin-la-Motte-Croix-au-Bailly" title="Saint-Quentin-la-Motte-Croix-au-Bailly">Saint-Quentin-la-Motte-Croix-au-Bailly</a>. 32 Buchstaben und sechs Bindestriche sind zu viel für den im August 2021 landesweit eingeführten Personalausweis.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In Dänemark, Norwegen und Schweden gibt es die Ortsnamen <i><a href="%C3%85_(Begriffskl%C3%A4rung)" class="mw-disambig" title="Å (Begriffsklärung)">Å</a></i> (Dänisch, Norwegisch, Schwedisch) und <i>Ö</i> (Schwedisch) bzw. <i>Ø</i> (Dänisch, Norwegisch).</li>
<li>Auf den Karolineninseln gibt es den Ort <i>U</i>.</li>
<li>Die japanische Stadt <a href="Aioi" title="Aioi">Aioi</a> (<span lang="ja-Jpan" class="Jpan">相生</span>) wurde auch <i>Ō</i> geschrieben. (Im Japanischen sind es jedoch sowohl in der Schreibung als auch Lesung zwei Buchstaben.)</li>
<li>In China gibt es eine Vielzahl Ortsnamen, die nur aus einem Schriftzeichen bestehen, die <a href="Pinyin" title="Pinyin">Pinyin</a>-Lesung vieler Schriftzeichen hat nur zwei Buchstaben.</li>
<li>Der Name des Ortes <i>6</i> in West Virginia, USA, wird offiziell als Wort <i>Six</i> geschrieben.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul></li>
<li><i>Zweibuchstabige</i> Ortsnamen sind weniger selten:
<ul><li>Der wohl bekannteste Stadtname der Welt mit nur zwei Buchstaben ist <i><a href="Ur_(Stadt)" title="Ur (Stadt)">Ur</a></i> in Mesopotamien.</li>
<li>Im deutschen Sprachraum haben zwei Buchstaben: <i><a href="Au" class="mw-disambig" title="Au">Au</a></i> (viele), <i><a href="Ay_an_der_Iller" title="Ay an der Iller">Ay</a>, <a href="ED" class="mw-redirect mw-disambig" title="ED">Ed</a></i> (mehrere), <i><a href="Ob_(Bidingen)" title="Ob (Bidingen)">Ob</a>, <a href="%C3%96d" class="mw-disambig" title="Öd">Öd</a></i> (mehrere) und <i><a href="Oy-Mittelberg" title="Oy-Mittelberg">Oy</a></i>.</li>
<li>In der Schweiz findet man die Orte <i><a href="Gy_GE" title="Gy GE">Gy</a></i> und <i><a href="L%C3%BC_GR" title="Lü GR">Lü</a></i>.</li>
<li>In Belgien gibt es einen Ort namens Sy.</li>
<li>In Burkina Faso heißt eine Stadt <i><a href="P%C3%B4_(Burkina_Faso)" title="Pô (Burkina Faso)">Pô</a></i>.</li>
<li>In Dänemark gibt es die Orte <i><a href="Ho_(D%C3%A4nemark)" title="Ho (Dänemark)">Ho</a></i> und <i><a href="Ry_(D%C3%A4nemark)" title="Ry (Dänemark)">Ry</a></i>.</li>
<li>In Estland heißt eine Ortschaft <i><a href="Aa_(Estland)" title="Aa (Estland)">Aa</a></i>.</li>
<li>In der Republik Fidschi findet man die Stadt <i><a href="Ba_(Stadt)" title="Ba (Stadt)">Ba</a></i>.</li>
<li>In Finnland gibt es die Stadt <i><a href="Ii" title="Ii">Ii</a></i>.</li>
<li>In Frankreich gibt es 15 Gemeinden mit zwei Buchstaben: <i><a href="Ay" title="Ay">Ay</a>, <a href="B%C3%BB" title="Bû">Bû</a>, <a href="By_(Doubs)" title="By (Doubs)">By</a>, <a href="Eu_(Seine-Maritime)" title="Eu (Seine-Maritime)">Eu</a>, <a href="Fa_(Aude)" title="Fa (Aude)">Fa</a>, <a href="Gy_(Haute-Sa%C3%B4ne)" title="Gy (Haute-Saône)">Gy</a>, <a href="O%C3%B4" title="Oô">Oô</a>, <a href="Oz_(Is%C3%A8re)" title="Oz (Isère)">Oz</a>, <a href="Py_(Pyr%C3%A9n%C3%A9es-Orientales)" title="Py (Pyrénées-Orientales)">Py</a>, <a href="Ri_(Orne)" title="Ri (Orne)">Ri</a>, <a href="Ry_(Seine-Maritime)" title="Ry (Seine-Maritime)">Ry</a>, <a href="Sy" title="Sy">Sy</a>, <a href="Ur_(Pyr%C3%A9n%C3%A9es-Orientales)" title="Ur (Pyrénées-Orientales)">Ur</a>, <a href="Us_(Val-d%E2%80%99Oise)" title="Us (Val-d’Oise)">Us</a></i> und <i><a href="Uz_(Hautes-Pyr%C3%A9n%C3%A9es)" title="Uz (Hautes-Pyrénées)">Uz</a></i>.<sup id="cite_ref-anm_Ys_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-anm_Ys-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>In Ghana liegen die Städte <i><a href="Ho_(Ghana)" title="Ho (Ghana)">Ho</a></i> und <i><a href="Wa_(Ghana)" title="Wa (Ghana)">Wa</a></i>.</li>
<li>In Irland hat eine Stadt den Namen <i><a href="County_Tipperary" title="County Tipperary">Ta</a></i>.</li>
<li>In Italien haben vier Gemeinden einen zweibuchstabigen Ortsnamen: <i><a href="Ne_(Ligurien)" title="Ne (Ligurien)">Ne</a></i>, <i><a href="Re_(Piemont)" title="Re (Piemont)">Re</a></i>, <i><a href="Ro_(Emilia-Romagna)" title="Ro (Emilia-Romagna)">Ro</a></i> und <i><a href="Vo_(Venetien)" title="Vo (Venetien)">Vo</a></i>.</li>
<li>In Luxemburg gibt es die Ortschaft <i><a href="Wormeldingen#Ahn" title="Wormeldingen">On</a></i> (deutsch <i>Ahn</i>).</li>
<li>In den Niederlanden heißt ein Dorf <i><a href="Ie_(Noardeast-Frysl%C3%A2n)" title="Ie (Noardeast-Fryslân)">Ie</a></i>.</li>
<li>In Norwegen kennt man die Kommunen <i><a href="B%C3%B8_(Nordland)" title="Bø (Nordland)">Bø (Nordland)</a></i> und <i><a href="B%C3%B8_(Telemark)" title="Bø (Telemark)">Bø (Telemark)</a></i> sowie <i><a href="H%C3%A5" title="Hå">Hå</a></i>.</li>
<li>In Portugal gibt es die Gemeinde <i><a href="P%C3%B3" title="Pó">Pó</a></i>.</li>
<li>in Russland liegt die Stadt <i><a href="Ob_(Stadt)" title="Ob (Stadt)">Ob</a></i>, die im kyrillischen Alphabet allerdings mit drei Buchstaben (Обь mit <a href="%D0%AC" title="Ь">Weichheitszeichen</a>) geschrieben wird.</li>
<li>In Schottland kennt man die Stadt <i>Ae</i> und die Halbinsel <i><a href="The_Oa" title="The Oa">Oa</a></i>.</li>
<li>In Schweden heißt ein Ort <i><a href="Ed_(Schweden)" title="Ed (Schweden)">Ed</a></i>.</li>
<li>In <a href="Serbien" title="Serbien">Serbien</a> liegt die Gemeinde <i><a href="Ub_(Serbien)" title="Ub (Serbien)">Ub</a></i> im <a href="Okrug_Kolubara" title="Okrug Kolubara">Okrug Kolubara</a>.</li>
<li>In Sierra Leone liegt die Stadt <i><a href="Bo_(Sierra_Leone)" title="Bo (Sierra Leone)">Bo</a></i>.</li>
<li>In Slowenien heißt eine Gemeinde <i><a href="Ig_(Slowenien)" class="mw-redirect" title="Ig (Slowenien)">Ig</a></i>.</li>
<li>In Ungarn gibt es die Gemeinde <i><a href="B%C5%91" title="Bő">Bő</a></i>.</li>
<li>In der <a href="Liste_der_Provinzen_der_T%C3%BCrkei" title="Liste der Provinzen der Türkei">türkischen Provinz</a> <a href="Trabzon_(Provinz)" title="Trabzon (Provinz)">Trabzon</a> heißt eine Stadt <i><a href="Of_(Trabzon)" title="Of (Trabzon)">Of</a></i>.</li></ul></li></ul>
<p>Ein <a href="Kuriosum" title="Kuriosum">Kuriosum</a> stellen für Deutschsprachige solche Ortsnamen dar, die keine Vokale enthalten, zum Beispiel <a href="Krk" title="Krk">Krk</a> (wobei bedacht werden muss, dass der Laut <i>r</i> im Slawischen silbig ist, man spricht [<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r227981795">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .IPA a{text-decoration:none}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="navigation-not-searchable"><span class="IPA"><a href="Liste_der_IPA-Zeichen" title="Liste der IPA-Zeichen"><span title="Aussprache im Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA)" lang="zxx">kr̩k</span></a></span></span>]).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zahlen_als_Ortsnamen_bzw._als_Bestandteil_von_Ortsnamen">Zahlen als Ortsnamen bzw. als Bestandteil von Ortsnamen</h3></div>
<ul><li><a href="Einsbach" title="Einsbach">Einsbach</a></li>
<li><a href="Zweibr%C3%BCcken" title="Zweibrücken">Zweibrücken</a></li>
<li><a href="Drei_(Gl%C3%BCcksburg)" title="Drei (Glücksburg)">Drei</a>, <a href="Dreiweibern" title="Dreiweibern">Dreiweibern</a></li>
<li><a href="Vier_(Boizenburg/Elbe)" title="Vier (Boizenburg/Elbe)">Vier</a>, <a href="Viereck_(Vorpommern)" title="Viereck (Vorpommern)">Viereck</a>, <a href="Vierh%C3%B6fen" title="Vierhöfen">Vierhöfen</a></li>
<li><a href="F%C3%BCnfstetten" title="Fünfstetten">Fünfstetten</a></li>
<li><a href="Sechshelden" title="Sechshelden">Sechshelden</a></li>
<li><a href="Siebenh%C3%B6fen_(Tannenberg)" title="Siebenhöfen (Tannenberg)">Siebenhöfen</a>, <a href="Siebenknie" title="Siebenknie">Siebenknie</a></li>
<li><a href="Acht_(Eifel)" title="Acht (Eifel)">Acht</a></li>
<li><a href="Neun_Stra%C3%9Fen" title="Neun Straßen">Neun Straßen</a>,</li>
<li><a href="Zehna" title="Zehna">Zehna</a></li>
<li><a href="Elfsen" title="Elfsen">Elfsen</a></li>
<li><a href="Thyrnau" title="Thyrnau">Zwölfling</a></li>
<li><a href="Wackerow" title="Wackerow">Dreizehnhausen</a></li>
<li><a href="Rainbach_im_M%C3%BChlkreis#Gemeindegliederung" title="Rainbach im Mühlkreis">Vierzehn</a>, <a href="Vierzehnheiligen_(Bad_Staffelstein)" title="Vierzehnheiligen (Bad Staffelstein)">Vierzehnheiligen</a></li>
<li><a href="F%C3%BCnfzehnh%C3%B6fe" title="Fünfzehnhöfe">Fünfzehnhöfe</a></li>
<li><a href="Sechzehneichen" title="Sechzehneichen">Sechzehneichen</a></li>
<li><a href="D%C3%B6beln" title="Döbeln">Dreißig</a></li>
<li><a href="Hundertmorgen_(Reinheim)" title="Hundertmorgen (Reinheim)">Hundertmorgen</a></li></ul>
<p>Nicht alle der aufgeführten Ortsnamen leiten sich allerdings wirklich von dem Zahlwort her, dem sie in ihrer heutigen Namensform ähneln.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausrufezeichen_als_Bestandteil_von_Ortsnamen">Ausrufezeichen als Bestandteil von Ortsnamen</h3></div>
<ul><li><a href="Westward_Ho!" title="Westward Ho!">Westward Ho!</a>, Großbritannien</li>
<li><a href="Saint-Louis-du-Ha!_Ha!" title="Saint-Louis-du-Ha! Ha!">Saint-Louis-du-Ha! Ha!</a>, Kanada (die einzige Gemeinde der Welt mit mehreren Ausrufezeichen im Ortsnamen<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Italienische_Ortsnamen" title="Italienische Ortsnamen">Italienische Ortsnamen</a></li>
<li><a href="Liste_der_Listen_deutschsprachiger_Bezeichnungen_nicht_deutschsprachiger_Orte" title="Liste der Listen deutschsprachiger Bezeichnungen nicht deutschsprachiger Orte">Liste der Listen deutschsprachiger Bezeichnungen nicht deutschsprachiger Orte</a></li>
<li><a href="Liste_fiktiver_deutscher_Ortsnamen" title="Liste fiktiver deutscher Ortsnamen">Liste fiktiver deutscher Ortsnamen</a></li>
<li><a href="Liste_der_Gemeinden_mit_Doppelnamen_in_Deutschland" title="Liste der Gemeinden mit Doppelnamen in Deutschland">Liste der Gemeinden mit Doppelnamen in Deutschland</a></li>
<li><a href="Liste_lateinischer_Ortsnamen" title="Liste lateinischer Ortsnamen">Liste lateinischer Ortsnamen</a></li>
<li><a href="Rheinische_Ortsnamen" title="Rheinische Ortsnamen">Rheinische Ortsnamen</a></li>
<li><a href="Expertengruppe_der_Vereinten_Nationen_f%C3%BCr_geographische_Namen" title="Expertengruppe der Vereinten Nationen für geographische Namen">Expertengruppe der Vereinten Nationen für geographische Namen</a></li>
<li><a href="Wohnst%C3%A4ttenname" title="Wohnstättenname">Wohnstättenname</a> – die auf Siedlungsnamen bezogenen Anthroponyme</li>
<li><a href="Lokalname" title="Lokalname">Lokalnamen</a> (Schweiz)</li>
<li><a href="Geb%C3%A4udeadresse" title="Gebäudeadresse">Gebäudeadresse</a></li>
<li><a href="Postanschrift" title="Postanschrift">Postanschrift</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Namenkunde, allgemein: siehe Literatur des Artikels <a href="Namenforschung#Literatur" class="mw-redirect" title="Namenforschung">Namenforschung</a></li>
<li>Ortsnamenkunde, allgemein: siehe Literatur des Artikels <a href="Toponomastik#Literatur" title="Toponomastik">Toponomastik</a></li></ul>
<p><b>Ortsnamen im gesamten deutschen Sprachraum:</b>
</p>
<ul><li>Manfred Niemeyer (Hrsg.): <i>Deutsches Ortsnamenbuch.</i> Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-018908-7.</li></ul>
<p><b>Ortsnamen in Deutschland:</b>
</p>
<ul><li><a href="Heinrich_Wesche" title="Heinrich Wesche">Heinrich Wesche</a>: <i>Unsere niedersächsischen Ortsnamen.</i> o. O. 1957.</li>
<li><a href="Wolf-Armin_von_Reitzenstein" title="Wolf-Armin von Reitzenstein">Wolf-Armin von Reitzenstein</a>: <i>Lexikon Bayerischer Ortsnamen.</i> Beck, München 1986; überarbeitete Neuausgabe mit Untertitel <i>Herkunft und Bedeutung; <a href="Oberbayern" title="Oberbayern">Oberbayern</a>, <a href="Niederbayern" title="Niederbayern">Niederbayern</a>, <a href="Oberpfalz" title="Oberpfalz">Oberpfalz</a></i> Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-55206-9.</li>
<li><a href="Ernst_Eichler_(Linguist)" title="Ernst Eichler (Linguist)">Ernst Eichler</a>, Hans Walther: <i>Städtenamenbuch der DDR.</i> Bibliographisches Institut, Leipzig 2. Auflage 1988, ISBN 3-323-00007-2.</li>
<li><a href="Flurnamensammlung_der_Ostfriesischen_Landschaft" title="Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft">Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft</a></li></ul>
<p><b>Ortsnamen in Österreich:</b>
</p>
<ul><li>Josef Breu:<i> Geographisches Namenbuch Österreichs.</i> Verlag der ÖAW, Wien 1975, ISBN 978-3-7001-0114-7.</li></ul>
<p><b>Ortsnamen in der Schweiz:</b>
</p>
<ul><li><i><a href="Lexikon_der_schweizerischen_Gemeindenamen" title="Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen">Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen</a>.</i> Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter Andres Kristol. Huber, Frauenfeld / Payot, Lausanne 2005, ISBN 3-7193-1308-5.</li>
<li>Thomas Franz Schneider: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007855"><i>Orts- und Flurnamen.</i></a> In: <i><a href="Historisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisches Lexikon der Schweiz">Historisches Lexikon der Schweiz</a></i>.</li>
<li><a href="Paul_Zinsli" title="Paul Zinsli">Paul Zinsli</a>: <i>Ortsnamen. Strukturen und Schichten in den Siedlungs- und Flurnamen der deutschen Schweiz.</i> Huber, Frauenfeld 1971, 2. Auflage 1975 (= <i>Schriften des deutschschweizerischen Sprachvereins</i> 7).</li></ul>
<p><b>Ortsnamen in Südtirol:</b>
</p>
<ul><li><a href="Egon_K%C3%BChebacher" title="Egon Kühebacher">Egon Kühebacher</a>: <i>Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte</i>, 3 Bände, Athesia, Bozen 1991–2000. ISBN 88-7014-634-0 (1: <i>Die geschichtlich gewachsenen Namen der Gemeinden, Fraktionen und Weiler</i>), ISBN 88-7014-827-0 (2: <i>Die geschichtlich gewachsenen Namen der Täler, Flüsse, Bäche und Seen</i>) und ISBN 88-8266-018-4 (3: <i>Die Namen der Gebirgszüge, Gipfelgruppen und Einzelgipfel Südtirols. Gesamtregister</i>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.heveller.de/genealogie/ortsnamenkunde.htm">Kleine Namenkunde und Erklärung einiger Ortsnamen aus der Heimat der Vorfahren</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.onomastik.com/">Onomastik</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ortsnamen.ch/">Schweizer Ortsnamenforschung</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://henrysuter.ch/">Noms de lieux de Suisse romande, Savoie et environs</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oeaw.ac.at/dinamlex/AKO/Top.Guidelines.20090427.pdf">Toponymic guidelines for map and other editors</a> (PDF; 2,8 MB) der <a href="%C3%96sterreichische_Akademie_der_Wissenschaften" title="Österreichische Akademie der Wissenschaften">Österreichischen Akademie der Wissenschaften</a> (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://wiki-en.genealogy.net/Placename_Etymology">Ortsnamenetymologie (englisch)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ssz.fr/places/?de#//">A visualization of placename patterns (englisch)</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/zeit-magazin/2017/32/kurze-ortsnamen-ulm-rom-deutschlankarte">Deutschlandkarte 32/2017 „Die kürzesten Ortsnamen“</a> des ZEITmagazin, 5. August 2017</li></ul>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Ortsname" class="extiw external" title="wikt:Ortsname">Wiktionary: Ortsname</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache,</i> Berlin 1967, S. 280 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">David Stifter: <cite style="font-style:italic">Hallstatt – In eisenzeitlicher Tradition?</cite> In: <a href="Raimund_Karl" title="Raimund Karl">Raimund Karl</a>, <a href="Jutta_Leskovar" title="Jutta Leskovar">Jutta Leskovar</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Interpretierte Eisenzeiten. Fallstudien, Methoden, Theorie</cite>. Tagungsbeiträge der 1. Linzer Gespräche zur interpretativen Eisenzeitarchäologie (= <cite style="font-style:italic">Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich</cite>. Folge 18). Linz 2005, ISBN 978-3-85474-137-4, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>229–240</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://eisenzeiten.ooekultur.at/eisenzeiten%20I%20pdfs/Stifter.pdf">ooekultur.at</a> [PDF; <span style="white-space:nowrap">344<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>kB</span>]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Ortsname&rft.atitle=Hallstatt+-+In+eisenzeitlicher+Tradition%3F&rft.au=David+Stifter&rft.btitle=Interpretierte+Eisenzeiten.+Fallstudien%2C+Methoden%2C+Theorie&rft.date=2005&rft.genre=book&rft.isbn=9783854741374&rft.pages=229-240&rft.place=Linz&rft.series=Studien+zur+Kulturgeschichte+von+Ober%C3%B6sterreich" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="J%C3%BCrgen_Udolph" title="Jürgen Udolph">Jürgen Udolph</a>: <i>Namenkundliche Studien zum Germanenproblem.</i> De Gruyter, Berlin/New York 1994 (Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Ergänzungsbände, Band 9), ISBN 3-11-014138-8, S. 460–472 (nach: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=BbjDCGNT6eoC&pg=PA460&lpg=PA460#v=onepage&q&f=false">Online-Vorschau</a>); <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/Namen-die-Uebersicht-fuer-Buchstaben-B,nnds864.html">ndr.de</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/Ortsnamen-Uebersicht-fuer-Buchstaben-R,ortsnamenforscher135.html">ndr.de</a>; abgerufen am 21. Juli 2011.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Deutsches Ortsnamenbuch.</i> Hrsg. von Manfred Niemeyer. De Gruyter, Berlin/Boston 2012, S. 352.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Duden. Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der Deutschen Sprache.</i> Duden, Band 7. 2. Auflage 1989, Stichwort <i>Gestade</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Förstemann: <i>Die deutschen Ortsnamen</i>. Nordhausen 1863, S. 224 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=s7-pv72bkbgC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false">(hier online)</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. etwa <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.marburg.de/de/96655">Ulrich Hussong: <i>Marburg „an der Lahn“. Die Beinamen der Stadt Marburg,</i> online</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a href="Helmut_Konrad" title="Helmut Konrad">Helmut Konrad</a>, Andrea Strutz: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.doew.at/erkennen/ausstellung/1938/graz-stadt-der-volkserhebung"><i>Graz – „Stadt der Volkserhebung“.</i></a> In: <i>doew.at.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 25. August 2018</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AOrtsname&rft.title=Graz+%E2%80%93+%E2%80%9EStadt+der+Volkserhebung%E2%80%9C&rft.description=Graz+%E2%80%93+%E2%80%9EStadt+der+Volkserhebung%E2%80%9C&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.doew.at%2Ferkennen%2Fausstellung%2F1938%2Fgraz-stadt-der-volkserhebung&rft.creator=%5B%5BHelmut+Konrad%5D%5D%2C+Andrea+Strutz"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.marcopolo.de/reisefuehrer-tipps/herten/westerholt-poi-124308688.html"><i>Westerholt, Herten</i></a> In: <i><a href="Marco_Polo_Reisef%C3%BChrer" title="Marco Polo Reiseführer">Marco Polo Reiseführer</a></i></span>
</li>
<li id="cite_note-OEROK-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-OEROK_10-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">ÖROK-Empfehlung zur Standardisierung geographischer Namen</cite>. Rundlaufbeschluß. Empfehlung Nr. 46. 15. Mai 1998 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oerok.gv.at/fileadmin/Bilder/5.Reiter-Publikationen/OEROK-Empfehlungen/oerok_empfehlung_46.pdf">pdf</a>, oerok.gv.at [abgerufen am 19. März 2010]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Ortsname&rft.btitle=%C3%96ROK-Empfehlung+zur+Standardisierung+geographischer+Namen&rft.date=1998-05-15&rft.genre=book&rft.volume=Empfehlung+Nr.+46." style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-Gemeinden_mit_Ortschaften-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Gemeinden_mit_Ortschaften_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Statistik_Austria" title="Statistik Austria">Statistik Austria</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Gemeinden mit Ortschaften und Postleitzahlen</cite>. (469 Seiten, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik.at/web_de/static/ortschaften_sortiert_nach_gemeindekennziffer_mit_postleitzahlen_xls_ca._22_022967.pdf">statistik.at</a> [PDF] aktualisierte Versionen, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik.at/verzeichnis/reglisten/ortsliste.csv">csv</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Ortsname&rft.btitle=Gemeinden+mit+Ortschaften+und+Postleitzahlen&rft.genre=book" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">
Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik.steiermark.at/cms/beitrag/12261360/134205416/,">Steirische Gemeinden alphabetisch</a>,</i> auf der Seite der Steiermärkischen Landesregierung, abgerufen am 16. April 2017; auf <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik.at/blickgem/gemList.do?bdl=6">Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde</a></i> und (nicht mehr aktuell) auf <i><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.statistik.at/web_de/static/gemeindestrukturreform_steiermark_-_1.1.2015_-_uebersichtstabelle_077106.xlsx">Tabelle Gemeindestrukturreform Steiermark 2015</a></i>
</span>
</li>
<li id="cite_note-Kurioses-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kurioses_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kurioses_13-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Quellen: <i><a href="Guinness_World_Records" title="Guinness World Records">Guinness-Buch der Rekorde</a></i>. 1992.<br>Russell Ash: <i>1001 Fakten, Zahlen und Rekorde</i> (Originaltitel: <i>Factastic Book of 1001 Lists</i>). S. 89.<br><i>Lexikon der Superlative</i>. Ausgabe 2000, S. 98.</span>
</li>
<li id="cite_note-Anm._Guines-Rekord-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Anm._Guines-Rekord_14-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Guinness_World_Records" title="Guinness World Records">Guinness World Records</a> gab den Titel daher mit der Begründung an den neuseeländischen Ort, er werde häufiger mit diesem Namen bezeichnet als Bangkok.</span>
</li>
<li id="cite_note-anm_AT-lang-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-anm_AT-lang_15-0">↑</a></span> <span class="reference-text">auch in der amtlichen Fassung <i>Pfaffenschlag bei Waidhofen a.d.Thaya</i> (37 Zeichen), und auch ohne Leerzeichen (35), dann folgen <i><a href="St._Georgen_bei_Obernberg_am_Inn" title="St. Georgen bei Obernberg am Inn">St. Georgen bei Obernberg am Inn</a></i> (als zweite Gemeinde auch mit sechs Worten) und <i><a href="St._Marienkirchen_an_der_Polsenz" title="St. Marienkirchen an der Polsenz">St. Marienkirchen an der Polsenz</a></i> (je 32 mit Leerzeichen), <i><a href="Hohenwarth-M%C3%BChlbach_am_Manhartsberg" title="Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg">Hohenwarth-Mühlbach am Manhartsberg</a></i> hätte 35, wird aber amtlich <i>Hohenwarth-Mühlbach a.M.</i> geschrieben (24).</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sueddeutsche.de/panorama/frankreich-neue-personalausweise-ortsname-zu-lang-1.5448667">„Unsere Ortsschilder sind nicht größer als anderswo“</a></i> In: sueddeutsche.de, 26. Oktober 2021</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://geonames.usgs.gov/apex/f?p=gnispq:3:::NO::P3_FID:1546846"><i>Feature Detail Report for: Six.</i></a> U.S. Geological Survey, 27. Juni 1980<span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen im 1. Januar 1</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AOrtsname&rft.title=Feature+Detail+Report+for%3A+Six&rft.description=Feature+Detail+Report+for%3A+Six&rft.identifier=&rft.publisher=U.S.+Geological+Survey&rft.date=1980-06-27"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-anm_Ys-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-anm_Ys_18-0">↑</a></span> <span class="reference-text">und in der Bretagne die mythische Stadt <a href="Ys" title="Ys">Ys</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/saint-louis-du-ha-ha-guiness-world-record-1.4298482"><i>Saint Louis du Ha!Ha! gets Guinness World Record nod for its exclamation marks.</i></a> CBC.ca,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 18. Dezember 2018</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AOrtsname&rft.title=Saint+Louis+du+Ha%21Ha%21+gets+Guinness+World+Record+nod+for+its+exclamation+marks&rft.description=Saint+Louis+du+Ha%21Ha%21+gets+Guinness+World+Record+nod+for+its+exclamation+marks&rft.identifier=&rft.publisher=CBC.ca&rft.date="> </span></span>
</li>
</ol>
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<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4043950-1">4043950-1</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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